Berufliche Bildung

Erzieherin und Erzieher – Ein Beruf mit Perspektive


Zeit für Kinder – Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu fördern, ihre Kreativität zu unterstützen, Sprache als Schlüssel zur Welt zu verstehen und diese zu fördern, Entwicklung von Kindern zu beobachten und zu dokumentieren, aber auch mit Eltern und der Grundschule intensiv zusammenzuarbeiten – dies sind einige der anspruchsvollen Aufgaben des attraktiven und spannenden Berufs einer Erzieherin / eines Erziehers.

Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen als zentrale Aufgabe von Erzieherinnen und Erziehern

Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern hat einen sehr hohen gesellschaftlichen Stellenwert. Neben der Betreuung und Erziehung von Kindern in Kindertageseinrichtungen betont der Orientierungsplan insbesondere den Bildungsauftrag: beispielsweise die Sprachförderung, die Förderung im musisch-ästhetischen sowie im naturwissenschaftlichen/technischen Bereich. Der Orientierungsplan betont ebenso die Beratung der Eltern, das Qualitätsmanagement im Kindergarten oder die Kooperation mit den Grundschulen. Ziel ist eine durchgängige Bildungsbiografie der Kinder.

Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden und den Orientierungsplan stufenweise umzusetzen, wurde im November 2009 die Verbesserung des Personalschlüssels in bis zu drei Stufen beschlossen. Zusätzliche Stellen in den Gruppen und Fortbildungen werden die Qualität der Kindertageseinrichtungen weiter steigern, und damit einen Beitrag zur noch besseren Förderung der Entwicklung, Bildung und der Betreuung unserer Kinder leisten.

Baden-Württemberg benötigt zukünftig mehr Erzieherinnen und Erzieher

Neben der Entscheidung, mit zusätzlichen Stellen in den Gruppen für Erzieherinnen und Erziehern die Qualität in den Einrichtungen weiter zu steigern und die bedeutsame Arbeit der Erzieherinnen und Erziehern zu unterstützen, wird durch den Ausbau der Kleinkindbetreuung für Kinder unter drei Jahren ebenfalls in die Zukunft unserer Kinder investiert.

Fachschulen für Sozialpädagogik erhöhen die Ausbildungskapazität!

Beide Zukunftsentscheidungen (Personalaufstockung in den Gruppen und Ausbau der Kleinkindbetreuung) erzeugen einen weit höheren als den bisher berechneten Ausbildungsbedarf. Zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher werden in den nächsten Jahren dringend benötigt. Die Fachschulen für Sozialpädagogik in Baden-Württemberg können deshalb seit 2007 zusätzliche Klassen eröffnen und werden ihre Ausbildungskapazität dem steigenden Bedarf weiter anpassen.

Gemeinsam mit den kommunalen Landesverbänden, den kirchlichen und freien Kindergartenträgerverbänden sowie den Landesjugendamt – KVJS ist es gelungen, eine praxisintegrierte Form der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung zu konzipieren. Herzstück dieser Konzeption ist die Zahlung einer Ausbildungsvergütung während der dreijährigen Ausbildung an der Fachschule für Sozialpädagogik (praxisintegriert).

In der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern wurde auch die Möglichkeit zum Erwerb der Fachhochschulreife durch Besuch des Zusatzunterrichtes geschaffen. Damit können sich die Erzieherinnen und Erzieher künftig direkt in den Studiengängen "Frühkindliche Bildung und Betreuung" an Hochschulen oder Pädagogischen Hochschulen für Leitungspositionen wie z. B. Einrichtungsleitung oder Fachberater weiterqualifizieren.

Neben der Vollzeitausbildung an der Fachschule für Sozialpädagogik bieten auch einige Fachschulen eine Fachschulausbildung in Teilzeitform an.

Daneben bereiten einige Berufsfachschulen auf den Erwerb von Zusatzqualifikationen über zwei Jahre in Teilzeit auf die Schulfremdenprüfung an der Fachschule für Sozialpädagogik vor. Im Anschluss an das Bestehen der Schulfremdenprüfung ist das Berufspraktikum zu absolvieren. Nähere Informationen können Sie auf der Homepage der jeweiligen Fachschule für Sozialpädagogik entnehmen.

Falls Sie Interesse haben eine Ausbildung als Erzieherin / Erzieher zu ergreifen, erhalten Sie auf folgenden Seiten nähere Informationen. Bei Fragen zur Ausbildung wenden Sie sich bitte an die öffentlichen und privaten Fachschulen für Sozialpädagogik in Ihrer Region oder an die Berufsberatung.

Ansprechpartner Regierungspräsidien

Bei darüber hinausgehenden Fragestellungen stehen Ihnen die Regierungspräsidien als Ansprechpartner per E-Mail zur Verfügung:

Regierungspräsidium Stuttgart
Regierungspräsidium Karlsruhe
Regierungspräsidium Freiburg
Regierungspräsidium Tübingen

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