Schulartübergreifend

ella@bw – die digitale Bildungsplattform

Mit dem Aufbau einer digitalen Bildungsplattform unterstützt das Kultusministerium die Schulen im Land dabei, digitale Medien im Lehr- und Lernprozess rechtssicher und komfortabel zu nutzen. In diesem Erklärfilm erhalten Sie weitere Informationen zur digitalen Bildungsplattform „ella@bw“. Der Name steht als Abkürzung für Elektronische Lehr- und Lernassistenz.

In einem ersten Schritt werden über ella@bw Basisdienste zur Kommunikation und Kooperation für Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schülern zur Verfügung gestellt. Alle Lehrkräfte erhalten darüber hinaus erstmals eine landesweit einheitliche dienstliche E-Mail-Adresse. Für die Unterrichtsgestaltung ist das Lernmanagementsystem Moodle in die Plattform integriert. Mit der Erweiterung DAKORA wurde das Standardprogramm Moodle vom Landesinstitut für Schulentwicklung in verschiedenen Bereichen an die Bedürfnisse von Lehrkräften und die Erfordernisse von Unterricht angepasst. Bildungsmedien werden u. a über die weiterentwickelte Mediathek des Landesmedienzentrums SESAM 2.0 in der Plattform bereitgestellt.

Neben einer Mail- und Kalenderfunktion zählen zum Startpaket ein sicherer Cloudspeicher, ein Online-Office-Paket sowie eine Videokonferenzfunktion. Die Anwendungen werden browserbasiert bereitgestellt und können daher grundsätzliche unabhängig von Endgeräten oder Betriebssystemen genutzt werden. Die verschiedenen Funktionen werden mit folgenden konkreten Anwendungen (Produktnamen in Klammern) auf der Plattform bereitgestellt:

•    E-Mail, Kalender, Kontakte, Aufgaben (Zimbra)
•    Cloud-Speicher (Nextcloud)
•    Online-Office zum gemeinsamen Bearbeiten von Dokumenten im Browser (Libre Office)
•    Kommunikation und Video-Konferenzen (Big Blue Button)
•    Lernmanagementsystem (Moodle mit DAKORA)
•    Unterrichtsmedien (Sesam 2.0)

Die Plattform wird modular aufgebaut sein, so dass in Zukunft weitere Dienste eingebunden werden können. Ein zentrales Identitätsmanagement steuert die Zugriffsberechtigungen auf der Plattform und ermöglicht es, dass Lehrkräfte sowohl innerhalb ihrer Schule als auch landesweit mit Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeiten und sich austauschen können. Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, innerhalb ihrer Schule zu kommunizieren und mit ihren Lehrerinnen und Lehrern digital zusammenzuarbeiten.

Es ist ein zentrales Ziel, mit der digitalen Bildungsplattform mehr Sicherheit im Umgang mit Daten im schulischen Umfeld zu schaffen. Den technischen Betrieb der Plattform übernehmen die Landesoberbehörde IT Baden-Württemberg (BITBW) sowie – stellvertretend für den DVV BW – der kommunale IT-Dienstleister KIVBF. Die Server befinden sich in Baden-Württemberg. Dank einer modernen 2-Faktor-Authentifizierung sind alle Daten vor unbefugten Zugriffen sicher. Das Sicherheitskonzept basiert auf deutschen und europäischen Sicherheitsstandards und entspricht den Vorgaben des baden-württembergischen Datenschutzrechts.

Die Einführungsphase der digitalen Bildungsplattform startet zum Beginn des zweiten Schulhalbjahres 2017/2018. Im Rahmen der anderthalbjährigen Einführungsphase soll die Plattform allen öffentlichen Schulen schrittweise zur Verfügung gestellt werden. Während der Einführungsphase sollen circa 100 ausgewählte Schulen die Plattform im Rahmen einer strukturierten Auswertung intensiv testen, um möglichen Nachbesserungsbedarf zu identifizieren. Die 100 Schulen für die Auswertung wurden Ende Januar ausgewählt, der offizielle Startschuss für die Einführungsphase wird im Rahmen eines Pressetermins am 26. Februar an einer der Auswertungsschulen fallen.

Das Land finanziert den Aufbau der Plattform und geht im Rahmen der Einführungsphase auch bei den Betriebskosten in Vorleistung. Ziel ist, im Schuljahr 2019/2020 die Plattform in Abstimmung mit der kommunalen Seite in den Regelbetrieb zu überführen.

Das Kultusministerium hat auf der Messe Learntec, die vom 30. Januar bis 1. Februar 2018 in Karlsruhe bereits einen ersten Einblick in der aktuellen Arbeitsstand der Bildungsplattform gegeben. Weitere Informationen und Impressionen von dem Messeauftritt finden Sie hier.

Zugang zu ella

Alle öffentlichen Schulen im Land, die Interesse an der Nutzung der digitalen Bildungsplattform haben, sollen während der anderthalbjährigen Einführungsphase schrittweise Zugang zu ella erhalten. Vorgesehen ist, dass interessierte Schulen zunächst eine Administratoren-Schulung besuchen und danach die Plattform nutzen können. Ein ungesteuerter Zugang zur Plattform in der Einführungsphase ist nicht zielführend.

Die Administratoren-Schulungen werden von 35 Schulnetzberatern an Stadt-/Kreismedienzentren durchgeführt. Im ersten Schritt erhalten die 100 Schulen, die für die Auswertung der Einführungsphase ausgewählt wurden, ihre Administratoren-Schulung. Zusätzlich erhalten die Schulen Fortbildungsangebote zur pädagogischen Nutzung der Plattform.

Nach den 100 Auswertungsschulen erhalten prioritär die Schulen einen Zugang zur Plattform, deren Bewerbungen für die Auswertung der Einführungsphase nicht berücksichtigt werden konnten. Voraussichtlich ab April / Mai 2018 bekommen im nächsten Schritt die Staatlichen Seminare und weitere Schulen die Möglichkeit, die Plattform zu nutzen.

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