Unterricht

Kontingentstundentafel zum Bildungsplan 2012

Kontingentstundentafel

Die Kontingentstundentafel für die Werkrealschule ist ab dem Schuljahr 2012/2013 gültig und Teil der Verordnung des Kultusministeriums über die Ausbildung und Prüfung an Werkrealschulen (Werkrealschulverordnung - WRSVO).

Vorbemerkungen

Der Unterricht findet in Klasse 10 grundsätzlich gemeinsam statt; zum Fach Berufsorientie-rende Bildung siehe Fußnote 7. Die für den Hauptschulabschluss in Klasse 10 ausgewiesenen Stunden sind Richtwerte, von denen je nach organisatorischer und personeller Voraussetzung sowie nach Lernstand der Schülerinnen und Schüler abgewichen werden kann. Die Mindeststundenzahl von 29 Wochenstunden darf nicht unterschritten werden.

Klasse
5 bis 9

Klasse 10

I. Pflichtbereich

Werkrealschul-abschluss

Hauptschul-
abschluss

Religionslehre/Ethik1

9

2

2

Deutsch

23

6

3

Mathematik

21

6

3

Förderung Basiskompetenzen Deutsch, Mathematik2

3

 

 

Englisch

18

6

3

Welt - Zeit - Gesellschaft (Geschichte, Gemeinschaftskunde, Politik,
Erdkunde, Wirtschaftslehre)3

17

2

2

Materie - Natur - Technik (Biologie, Chemie, Physik, Technik, Hauswirtschaft/Textiles Werken (HTW)3

17

5

3

Wirtschaft - Arbeit - Gesundheit (Wirtschaftslehre, Biologie, Hauswirtschaft/Textiles Werken, Technik)3

15

 

 

Musik - Sport - Gestalten (Musik (mit Tanz), Sport einschließlich Neigungssport, Bildende Kunst, Biologie, Technik, Textiles Werken)3

27

2

2

Anwendungsbereich informationstechnische Grundbildung4

Themenorientientierte Projekte4

Kompetenzanalyse mit individueller Förderung5

1

Individuelle Förderung

106

Berufsorientierende Bildung

2

6 + 27

Kompetenztraining

1

1 (2 - 4)8

II. Wahlpflichtbereich

Natur und Technik9

4

2

2

Wirtschaft und
Informationstechnik9

4

2

2

Gesundheit und Soziales9

4

2

2

III. Ergänzende Angebote10

Zusatzunterricht Französisch

1 Die Wochenstunden im Fach Religionslehre werden im Einvernehmen mit den obersten Kirchenbehörden unbeschadet der Rechtslage erteilt. Die Wochenstundenzahl im Fach Religionslehre wird unter Beteiligung der zuständigen kirchlichen Beauftragten festgelegt. Für Schüler der Klassenstufen 8 bis 10, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, sind fünf Wochenstunden Ethik vorgesehen.
2 Zur Stärkung der Basiskompetenzen wird in den Klassen 5 und 6 zusätzlicher Unterricht von zusammen drei Wochenstunden erteilt. Davon wird in Klasse 5 je eine Wochenstunde in den Fächern Deutsch und Mathematik, in Klasse 6 eine weitere Wochenstunde in Deutsch oder Mathematik erteilt.
3 Die Unterstreichung weist den Schwerpunkt des Faches dem jeweiligen Fächerverbund zu.
4 Integrativ innerhalb der Fächer oder Fächerverbünde.
5 Die Kompetenzanalyse wird nach § 3 Absatz 3 in Klasse 7 durchgeführt. Die individuelle Förderung schließt sich unmittelbar an. Hierfür kann eine weitere Stunde aus den Fächern und Fächerverbünden verwendet werden.
6 Für Maßnahmen der Differenzierung und zur individuellen Förderung erhält die Schule einen Pool von insgesamt 10 Wochenstunden pro Zug.
7 Nach Organisation der Schule Praktika an einem Tag, an zwei Halbtagen oder im Block. Die Phase im Betrieb oder in der Ausbildungsstätte umfasst mindestens sechs Unterrichtsstunden, die Reflexion/Aufarbeitung der Praktikumsphase zwei Unterrichtsstunden.
8 Ergänzendes Angebot ab zwei bis vier Wochenstunden, sofern die organisatorischen und personellen Voraussetzungen vorliegen.
9 Das Wahlpflichtfach wird in den Klassen 8, 9 und 10 entsprechend dem schulischen Angebot im Umfang von je zwei Wochenstunden erteilt.
10 Zuweisung durch die untere Schulaufsichtsbehörde im Rahmen der insgesamt zur Verfügung stehenden Ressourcen. Für Werkreal- und Hauptschulen in Grenznähe zu Frankreich ist Zusatzunterricht in Französisch an genehmigten Standortschulen ab der Klassenstufe 5 pro Schuljahr bis zu drei Stunden vorzusehen.

Kontingentstundentafel für die Werkrealschule

Weitere Informationen

Trainingsmodule für Schülerinnen und Schüler, die den Hauptschulabschluss in Klasse 10 anstreben sind auf dem Portal Bildung stärkt Menschen zu finden. Ebenso Curricula als Planungshilfen und Anregungen für den Unterricht.

Wahlpflichtfächer

Die Wahlpflichtfächer wirken unterstützend bei der Orientierung für die Ausbildungsentscheidung und bauen auf den überfachlichen Kompetenzen und Methoden auf, die in den Fächern und Fächerverbünden erworben wurden.

Die Schülerinnen und Schüler bekommen einen vertieften Einblick in verschiedene Berufsfelder sowie vielfältige Informationen über deren Anforderungsprofile, Ausbildungsmöglichkeiten und Zukunftschancen. Sie werden intensiv auf die bevorstehende berufliche Bildung vorbereitet, was ihre Chancen auf einen erfolgreichen beruflichen Werdegang erhöht. Die Wahlpflichtfächer tragen wesentlich zu einer erweiterten Ausbildungsreife bei.

Bedeutende Merkmale des Unterrichts der Wahlpflichtfächer sind  Handlungs- und Prozessorientiertheit sowie ein zielgerichteter Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnologie. Ergänzt wird das schulische Angebot durch die Einbeziehung von Experten, die Kooperation mit außerschulischen Partnern und durch das Lernen vor Ort.

Die Wahlpflichtfächer sind gekennzeichnet durch attraktive und moderne Unterrichtsinhalte, die das Interesse und die Motivation der Schülerinnen und Schüler fördern und somit auch die berufliche und schulische Ausbildungswahl unterstützen.

Weiterführende Links

Faltblatt zu den Wahlpflichtfächern in der Werkrealschule und Hauptschule
Das Faltblatt unterstützt bei der Entscheidung für ein Wahlpflichtfach am Ende von Klasse 7.
Publikationen des Kultusministeriums zur Werkrealschule/Hauptschule

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