Gymnasium

Profile


Sprachliches Profil



Gute Fremdsprachenkenntnisse öffnen Türen. Im sprachlichen Profil lernen die Schülerinnen und Schüler drei Fremdsprachen nach Wahl. Neben Englisch, Französisch, Italienisch und Latein werden als dritte Fremdsprache auch die Weltsprachen Spanisch, Russisch und, im Schulversuch, Chinesisch angeboten. Eine Besonderheit des Gymnasiums ist die Möglichkeit, Griechisch als dritte Fremdsprache zu lernen und damit eine vertiefte humanistische Grundbildung zu erwerben.

Naturwissenschaftliches Profil

Das Kernfach Naturwissenschaft und Technik (NwT) ist ein Profilfach des naturwissenschaftlichen Profils. Es wird vierstündig in den Klassen 8 bis 10 unterrichtet und öffnet den Unterricht für technische Fragestellungen und praktische Aufgaben. Dabei werden Themen behandelt, die mehreren Naturwissenschaften und der Technik zuzuordnen sind. Der verstärkte Alltagsbezug sowie die konsequente Anwendung handlungsorientierter Unterrichtsformen vermitteln Abläufe und Methoden naturwissenschaftlicher Forschung und technischer Entwicklung; sie schaffen damit beste Voraussetzungen für eine berufliche Orientierung im naturwissenschaftlich-technischen Berufsfeld.

Die Behandlung technischer Anwendungen gibt in besonderer Weise Gelegenheit, den Unterricht für die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft zu öffnen.

Im Schulversuch NwT in den Jahrgangsstufen bietet das zweistündige Fach NwT den Schülerinnen und Schülern, die das naturwissenschaftliche Profil der Mittelstufe durchlaufen haben, den Erwerb einer erweiterten naturwissenschaftlich-technischen Grundbildung an.

Für naturwissenschaftlich begabte und interessierte Kinder gibt es den Schulversuch NwT-1. Das Fach NwT wird bereits ab Klasse 6 (statt ab Klasse 8) und die zweite Fremdsprache ab Klasse 8 (statt ab Klasse 6) unterrichtet. In diesem Bildungsgang ist die zweite Fremdsprache Fremdsprache Französisch oder Spanisch; die Hinführungskurse für die zweite Fremdsprache beginnen in Klasse 7 und werden im Zeugnis dokumentiert.

Weiterführende Links

Landesbildungsserver



Künstlerische oder sportliche Profile

 

Die Fächer Bildende Kunst, Musik und Sport spielen eine zentrale Rolle bei der Erfüllung des gymnasialen Bildungsauftrags, den Schülerinnen und Schülern eine breite und vertiefte Allgemeinbildung zu vermitteln. In Baden-Württemberg sind darüber an bestimmten Schulen in allen Regierungsbezirken besondere Profilklassen eingerichtet worden, um entsprechend der jeweiligen Neigungen und Fertigkeiten eines dieser Fächer besonders zu vertiefen.

In diesen "Kunst-", "Musik-" und "Sportklassen" wird bereits in den Klassen 5 bis 7 der Unterricht mit erhöhter Stundenzahl angeboten. In den Klassenstufen 8 bis 10 wird das jeweilige Fach anstelle des sprachlichen oder naturwissenschaftlichen Profils als 4-stündiges Profilfach gewählt, das als Kernfach gleichwertig zu den anderen Hauptfächern ist. Die verstärkte Ausbildung in den Fächern Bildende Kunst, Musik oder Sport muss mit Klasse 10 nicht abgeschlossen sein. Als sinnvolle Fortsetzung bietet sich in den beiden Jahrgangsstufen die Wahl des gewählten Profilfachs als 4-stündiges Kernfach an.

Profil Bildende Kunst

Die Arbeitsfelder des Faches Bildende Kunst sind die mit künstlerischen Mitteln gestaltende Arbeit und deren gedankliche Durchdringung. Sie umfassen die Vielschichtigkeit des Denkens und Handelns, der Gestaltung, der Wahrnehmung und der Auslegung.

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln im Unterricht unterschiedliche Formen von Äußerungen, die auf ein besseres Verständnis ihrer selbst und ihrer kulturellen Umwelt abzielen. Das Fach Bildende Kunst trägt einen wesentlichen Teil dazu bei, diese Äußerungen zu stärken und sichtbar zu machen. Hier sind die Vielfalt individueller Äußerungen und die damit verbundene Stärkung der Eigenständigkeit und Kreativität der Schülerinnen und Schüler von zentraler Bedeutung. Durch die Verschränkung von Wahrnehmen und Darstellen werden die Wahrnehmungs-, Vorstellungs- und Ausdrucksfähigkeiten der Schülerinnen und Schüler gefördert. Angeboten wird ein ganzheitlicher Unterricht, der Denkweisen, Erfahrungen und Erscheinungen aus dem Leben der Schülerinnen und Schüler sowie aktuelle und situationsabhängige Gegebenheiten aufgreift, der eigenständige Wege fördert, neue Perspektiven eröffnet und ermöglicht, die Welt offener, bewusster und differenzierter zu erleben und mitgestalten zu können.

Musikalisches Profil

Musikalische Bildung ist unverzichtbarer Bestandteil jeder Allgemeinbildung. Sie will und kann kreative Kräfte der heranwachsenden Menschen wecken und fördern. Dieser Tatsache trägt auch der allgemeine Erziehungs- und Bildungsauftrag Rechnung. Der unersetzbare Beitrag des Faches Musik zur Bildung besteht darin, den Schülerinnen und Schülern sowohl kreative Gestaltungsmöglichkeiten, emotionales Erleben und künstlerische Erfahrungen mit Musik zu ermöglichen als auch Musik-Verstehen und rationale Argumentation zu vermitteln. Vielfältige musikpraktische Erfahrungen erweitern die ästhetische Wahrnehmungsfähigkeit, gedankliche Arbeit und Reflexion über verschiedenste musikalische Phänomene verbreitern das Feld des Denkens. Ein wichtiges Ziel des Musikunterrichts ist es daher, den Schülerinnen und Schülern dieses Wechselspiel bewusst zu machen und sie zu befähigen, ihre erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse als Bereicherung für die eigene Lebensführung nutzen zu können.

Durch den höheren Stundenanteil in der Wochenstundentafel der Klassen mit verstärktem Musikunterricht ist es möglich, in verschiedenen Bereichen des Faches besondere Schwerpunkte zu setzen. Der Musikunterricht ist besonders handlungsorientiert und erfahrungsbezogen angelegt, da die Schüler neben Gesang, Improvisation, Tanz und Bewegung auch ihre instrumentalen Fähigkeiten und Fertigkeiten stärker einbringen können. Beim vokalen und instrumentalen Musizieren wird besonderes Gewicht auf kontinuierliche Stimmbildung, systematische Gehörbildung und Übungen im Tonsatz gelegt. Die Teilnahme an musikalischen Ensembles der Schule wird vorausgesetzt.

Profil Sport

Der Sportunterricht macht den Schülerinnen und Schülern Bewegung als Lebensprinzip bewusst und motiviert sie damit zu lebenslangem Sporttreiben. Dazu vermittelt er grundlegende Fähigkeiten und motorische Fertigkeiten, Kenntnisse und Einstellungen. Vor dem Hintergrund einer Umwelt, die den Schülerinnen und Schülern immer weniger natürliche Bewegungsanlässe bietet, kommt der altersgemäßen Förderung von Gesundheitsbewusstsein und Fitness eine herausragende Bedeutung zu. Individuelle Leistungsfortschritte und Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit führen zu einem positiven Körpergefühl und zur Stärkung der Persönlichkeit.

Schulsport ist mehr als Sportunterricht. Er bildet ein wesentliches Element zur Gestaltung des Schullebens. Der Schulsport baut Brücken zum außerschulischen Sport. Deshalb sind über den verbindlichen Unterricht hinaus sportliche Aktivitäten und Wettkämpfe innerhalb und außerhalb der Schule zu fördern. In einem mehrperspektivischen Sportunterricht werden den Schülerinnen und Schülern die verschiedenen Sinnrichtungen des sportlichen Handelns zugänglich gemacht und mit ihrer persönlichen Erfahrungs- und Erlebniswelt verknüpft. Dabei dienen die Inhalte des Sportunterrichts als Medium, die verschiedenen Perspektiven zu realisieren.

Die altersgemäße Förderung der konditionellen Fähigkeiten, insbesondere der Ausdauer und Kraft als Grundlage der allgemeinen Fitness sowie der koordinativen Fähigkeiten, steht in allen Klassenstufen im Mittelpunkt des Sportunterrichts.

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