Schulartübergreifend

Schülerinnen- und Schülerbetreuung


Betreuungsangebote an Schulen

Die Gesellschaft wandelt sich, familiäre Strukturen sind vielfältiger geworden. Die veränderte Situation vieler Familien hat zur Folge, dass ein erhöhter Betreuungsbedarf für Kinder und Jugendliche besteht. Das Land reagiert auf diesen Wandel mit flexiblen Konzepten.

Die Landesregierung misst der Bildung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen hohe Priorität zu, wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht. Bedarfsgerechte und flexible Betreuungsangebote sollen betroffenen Eltern eine echte Wahlfreiheit eröffnen, ob die Betreuung ihres Kindes innerhalb oder auch außerhalb der eigenen Familie erfolgen soll. Grundsätzlich ist die Erziehung der Kinder in erster Linie das Recht, aber auch die Pflicht der Eltern.

Verlässliche Grundschule

Die Verlässliche Grundschule bietet eine Betreuung unmittelbar vor und nach dem vormittäglichen Unterricht an, die vom Schulträger oder einem freien Träger organisiert wird. Auf diese Weise können Kinder am Vormittag bis zu sechs Stunden (z.B. von 7 bis 13 Uhr) betreut werden. Die Betreuungszeit endet spätestens um 14 Uhr.

Die Kinder werden in Räumen der Grundschule oder in benachbarten Räumen durch Personal des Trägers, insbesondere durch Erzieher und Personen mit Erfahrung in der Kindererziehung, betreut. Der Träger der Betreuungseinrichtung ist verantwortlich für die Ausgestaltung des Angebots (z.B. Sportangebote, kreative Aktivitäten).

Förderrichtlinien Verlässliche Grundschule / Verwaltungsvorschrift vom 18. Dezember 2007

Einzelantrag Verlässliche Grundschule

Sammelantrag Verlässliche Grundschule

Anlage zum Sammelantrag

Flexible Nachmittagsbetreuung

Im Rahmen der flexiblen Nachmittagsbetreuung können innerhalb des Gesamtbetreuungskonzepts einer Kommune Betreuungsangebote am Nachmittag im Umfang von maximal 15 Stunden je Woche und Gruppe an allgemein bildenden Schulen (Grundschulen, Sonderschulen und weiterführenden Schulen) angeboten werden. Kommunen und freie Träger der Jugendhilfe (beispielsweise Kirchen, Sportvereine, Elternvereine, Fördervereine von Schulen) können diese Angebote an Schulen machen. Die flexible Nachmittagsbetreuung beginnt frühestens um 12 Uhr und endet spätestens um 17.30 Uhr. 

In der inhaltlichen Ausgestaltung sind die Träger frei. Die Beiträge für die flexible Nachmittagsbetreuung werden vom Träger festgesetzt.

Förderrichtlinien Verlässliche Grundschule / Verwaltungsvorschrift vom 18. Dezember 2007

Einzelantrag Flexible Nachmittagsbetreuung

Sammelantrag Flexible Nachmittagsbetreuung

Anlage zum Sammelantrag

Hort an Schulen / herkömmlicher Hort

Der Hort an der Schule und der herkömmliche Hort sind Einrichtungen der Jugendhilfe, die schulpflichtige Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres nach dem Schulunterricht betreuen. Sie bieten von Montag bis Freitag nach dem Unterrichtsvormittag eine freiwillige Nachmittagsbetreuung von täglich mindestens fünf Stunden an und sind in der Regel auch in den Schulferien geöffnet. Der Hort kann schul- und schulartübergreifend geführt werden.

Der Hort an der Schule hat eine eigene Leitung und arbeitet eng mit der Schule und dem Elternhaus zusammen. Er unterscheidet sich vom herkömmlichen Hort dadurch, dass er in einer Schule untergebracht oder in räumlicher Nähe zu einer Schule eingerichtet ist. In der Regel wird in der Einrichtung ein Mittagessen für die Kinder angeboten.

Die Gebühr für die Betreuung im Hort wird vom Träger festgesetzt.

Förderrichtlinie Hort / Verwaltungsvorschrift vom 18. Dezember 2007

Einzelantrag Hort

Sammelantrag Hort

Anlage zum Sammelantrag

Landesförderung im Betreuungsbereich - Status quo

Die bestehenden Betreuungsprogramme wurden bis Ende des Schuljahres 2014/2015 wie bisher vom Land bezuschusst.

Für die bestehenden Förderungen des Landes wird seitens des Landes ein Bestandsschutz ausgesprochen. Dieser gilt für den Status quo – sofern ein Schulträger für eine Schule den Antrag auf Einrichtung als Ganztagsschule nach dem neuen Konzept stellt und diese genehmigt wird, werden die Betreuungsprogramme nicht mehr vom Land bezuschusst. Ausgenommen davon sind Förderungen von Betreuungsangeboten bei sukzessivem Aufbau in der verbindlichen Form sowie ab dem Schuljahr 2016/2017 auch auslaufende Förderung von Betreuungsangeboten bei sukzessivem Aufbau in der Wahlform. Im Bereich der weiterführenden Schulen können zusätzliche Gruppen beantragt und bezuschusst werden.

Weitere Betreuungsangebote außerhalb des Ganztagsbetriebs obliegen dem Schulträger.

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