03.02.2016

Asylpfarrer i.R. Werner Baumgarten mit Staufermedaille geehrt

Staatssekretärin Marion v. Wartenberg: „Als erster Asylpfarrer der württembergischen Landeskirche hat Werner Baumgarten über drei Jahrzehnte Maßstäbe in der Unterstützung von Menschen in Notsituationen gesetzt. Er ist damit zu einem Vorbild für gesellschaftliches Engagement in der Flüchtlingshilfe geworden.“

Staatssekretärin Marion v. Wartenberg hat heute (3. Februar) Werner Baumgarten, Asylpfarrer i.R., die Staufermedaille für seine besonderen Dienste um das Land Baden-Württemberg verliehen. „Als erster Asylpfarrer der württembergischen Landeskirche hat Werner Baumgarten über drei Jahrzehnte Maßstäbe in der Unterstützung von Menschen in Notsituationen gesetzt. Er ist damit zu einem Vorbild für gesellschaftliches Engagement in der Flüchtlingshilfe geworden“, sagte Staatssekretärin Marion v. Wartenberg in ihrer Laudatio im Gemeindehaus der Friedenskirche in Stuttgart.

Bereits seit den 1980er-Jahren engagiert sich Werner Baumgarten für Flüchtlinge aus aller Welt. 1986 gründete er den Stuttgarter Arbeitskreis Asyl, bis heute ist er Vorsitzender und berät gemeinsam mit acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern pro Jahr rund 3.000 Flüchtlinge. In der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Stuttgart wirkte Baumgarten von 1991 bis zu seinem Ruhestand 2015 als Pfarrer für die Arbeit mit Asylbewerbern und Flüchtlingen. 2001 wurde sein Dienstauftrag geteilt: Zur Hälfte leitete Baumgarten weiterhin die Asylarbeit in Stuttgart, zum anderen war er in der Evangelischen Landeskirche Württemberg Beauftragter für Asyl und Migration und Ansprechpartner für Kirchengemeinden, die Kirchenasyl gewähren wollen. „Werner Baumgarten ist aufgrund seiner Beharrlichkeit und seiner Kompetenz ein geschätzter Gesprächspartner. Er ist ein Brückenbauer zwischen Flüchtlingen und den Institutionen. Dabei verliert er die Bedürfnisse der bei uns Schutzsuchenden nie aus dem Blick“, betonte Staatssekretärin v. Wartenberg.

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