09.02.2015

Günter Hertweck mit Staufermedaille geehrt

Kultusminister Andreas Stoch: „Günter Hertweck kann auf eine herausragende juristische Karriere zurückblicken. Seinem Engagement gebührt großer Respekt und Anerkennung.“

Kultusminister Andreas Stoch hat heute (9. Februar) Generalstaatsanwalt a.D. Günter Hertweck die Staufermedaille für seine besonderen Verdienste um das Land Baden-Württemberg verliehen. „Günter Hertweck kann auf eine herausragende juristische Karriere zurückblicken. Seinem Engagement gebührt großer Respekt und Anerkennung“, sagte Kultusminister Andreas Stoch in seiner Laudatio im Stuttgarter Kultusministerium.

Günter Hertweck war ab 1966 in der baden-württembergischen Justiz tätig. Seine Kariere begann als Assessor bei der Staatsanwaltschaft Freiburg. 1968 wurde er für knapp zwei Jahre an das Bundesjustizministerium nach Bonn abgeordnet, bevor er an die Staatsanwaltschaft Offenburg wechselte. 1974 wurde er Erster Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Konstanz und 1978 Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe. Anfang der 1980er-Jahre wurde Hertweck Vorsitzender Richter am Landgericht Baden-Baden. 1988 zog es ihn wieder zur Staatsanwaltschaft, und er wechselte als stellvertretender Behördenleiter nach Offenburg. Zwei Jahre später wurde er Vizepräsident des dortigen Landgerichts.

Auch über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus hat sich Günter Hertweck einen Namen gemacht, etwa als er sich nach der Wende als Generalstaatsanwalt in Sachsen für die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit mitverantwortlich zeichnete.

1992 kehrte Günter Hertweck nach Baden-Württemberg zurück, wurde zuerst Leitender Oberstaatsanwalt in Konstanz, ein Jahr später in Baden-Baden, bevor er 1996 zum Präsidenten des Landgerichts Baden-Baden ernannt wurde. Von Januar 2000 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2003 war Hertweck Generalstaatsanwalt in Karlsruhe.

Auf Vorschlag des Kultusministeriums übernahm Hertweck –der bereits im Ruhestand war– von Juli 2013 bis März 2014 die Aufgabe der kommissarischen Geschäftsführer in der Interimsverwaltung der Israelitischen Religionsgemeinschaft (IRG) Baden. Kultusminister Stoch dankte Hertweck für dieses Engagement.

Der Vorstand der Israelitische Religionsgemeinschaft Baden bezeichnete Hertweck als Glücksfall. Generalstaatsanwalt a.D. Günter Hertweck habe die Israelitische Religionsgemeinschaft Baden menschlich und fachlich immer wieder beeindruckt. Die IRG Baden werde Hertweck verbunden bleiben und auch in Zukunft gerne seinen Rat suchen.

Als Bühnenautor und Regisseur ist Günter Hertweck außerdem im kulturellen Leben aktiv; beispielsweise im Jahr 2010 mit dem Theaterstück "Das Blaumutzenkreuz" oder 2013 mit dem neuen Stück "Der Schimmelreiter von Haueneberstein".

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