10.07.2015

18. Realschulwettbewerb "NANU?!"

Minister Stoch: Wettbewerb zeigt Innovationsgeist der Realschulen im Land

Das Kultusministerium hat heute (10. Juli 2015) die Gewinner des Realschulwettbewerbs „NANU?!“ ausgezeichnet, an dem fast zehn Prozent aller Realschulen im Land teilgenommen haben. Die Schülerinnen und Schüler der zehn besten Beiträge präsentieren der Öffentlichkeit in der experimenta Heilbronn ihre Unterrichtsprojekte aus den Bereichen Naturwissenschaften, Technik und „Mensch und Umwelt“. Schirmherr des Wettbewerbs Kultusminister Andreas Stoch gratuliert den Finalisten sowie allen Schulen, die teilgenommen haben: „Der Wettbewerb zeigt den Innovationsgeist der Realschulen im Land. Mein Dank geht vor allem auch an die Lehrerinnen und Lehrer, die mit spannenden Experimenten und Forschungsprojekten ihre Schülerinnen und Schüler für Naturwissenschaft und Technik begeistern.“

Der erste Platz geht an die Klasse 6a der Realschule Öhringen mit dem Projekt „Überlebenskünstler in extremen Lebensräumen – Welche Besonderheiten ermöglichen ein Überleben in extremer Hitze und Kälte“. Mit dem Forschungsprojekt  „Chemie in der Küche“ belegt die Klasse 9c der Klosterrealschule Offenburg den zweiten Platz. Der dritte Preis geht an die Klasse 9b der Falkenrealschule Freudenstadt für ihr Projekt „Energiesparen mit einem Klick“. Mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wird die Klasse 8 gemeinsam mit der Bio-AG der Hugo-Höfler-Realschule Breisach für die Entwicklung einer Photovoltaikanlage mit Pumpe im Gartenteich der Schule.

NANU?! steht für „Neues aus dem Naturwissenschaftlichen Unterricht“ und ist das Motto des einzigen Landeswettbewerbs, der sich ausschließlich an Realschülerinnen und Realschüler richtet. Der Wettbewerb soll das naturwissenschaftliche Interesse von Jugendlichen stärken. Zudem möchte NANU?! Lehrerinnen und Lehrer ermutigen, im naturwissenschaftlichen Unterricht durch mehr Schülerorientierung, Teamarbeit, Formen freien Arbeitens und mit der Projektmethode innovative Wege zu gehen.

 

Hintergrundinformationen zum Wettbewerb

Die Beiträge sind Unterrichtsprojekte aus den Bereichen Naturwissenschaften, Technik und „Mensch und Umwelt“ aus dem Schuljahr 2014/2015. Bereits seit 18 Jahren fördert der NANU?!-Wettbewerb in Baden-Württemberg den naturwissenschaftlich-technischen Unterricht an Realschulen und stärkt damit das Profil dieser Schulart. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Kultusminister Andreas Stoch. Gefördert wird der Wettbewerb in diesem Jahr von der experimenta Heilbronn, den Chemie-Verbänden Baden-Württemberg und Fonds der Chemischen Industrie sowie der Dieter-Schwarz-Stiftung. Die Sachpreise für die Gewinner des Wettbewerbs ermöglichen die Firma Hedinger, die EnBW sowie der Europapark Rust.

Weitere Informationen finden sich unter www.nanu-bw.de

Projekte der Finalisten (alphabetisch geordnet nach Standorten der Realschulen):

Projekt

Klasse / Klassenstufe

Realschule + Ort

Lehrkraft

Kraft

8F

Dollinger- Realschule

Biberach

Yvonne Dittus

Wie wehrt sich unser Körper gegen Viren?

8d

Bildungszentrum Bretzfeld

 

Tabea Kopp

Chemie in unserem Brot

9c

Selma-Rosenfeld-Realschule Eppingen

Lisa Bröckel

Energiesparen mit einem „Klick“

9b

Falkenrealschule

Freudenstadt

Gabriel Hellinger

Biobatterie - Wie geht denn das?

NWA AG

Realschule Haslach

 

Patrick Hummel

Steinbeis-Experimenta: Wasser-ein außergewöhnlicher Stoff

7b

Steinbeis-Realschule Ilsfeld

 

Stefanie Conte

Schäume-allgegenwärtig und doch fast unbekannt. Untersuchungen am Milchschaum.

9R2

Burgschule Köngen

 

Stefanie Henninger

Tierschutzprojekt

Naturschutz-AG

Klasse 5/6

Gerhart-Hauptmann-Realschule-Leonberg

Anke Rothgang

Chemie in der Küche

9c

Klosterrealschule Offenburg

 

Sabine

Schmidt

Überlebenskünstler in extremen Lebensräumen – Welche Besonderheiten ermöglichen ein Überleben in extremer Hitze und Kälte

6a

Realschule Öhringen

 

Ilona Hettenbach

 

Sonderpreis

Photovoltaikanlage mit Pumpe im Gartenteich

8 und

Bio-AG

Hugo-Höfler-Realschule Breisach

Mario Singer  Johannes Hodapp


Kurzvorstellung der Projekte der Finalisten

(alphabetisch geordnet nach Standorten der Realschulen):

Dollinger Realschule Biberach: Kraft

Die Klasse 8f der Dollinger Realschule Biberach hat sich gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Dittus bei ihrem NANU-Projekt mit Kräften aus dem Alltag beschäftigt. Die Schülerinnen und Schüler untersuchten und erarbeiteten verschiedene Aspekte des Themas, etwa ganz alltagsnah die Reibungskraft verschiedener Schranktüren. Die Ideen für die Experimente hatten die Schüler selbst.

Bildungszentrum Bretzfeld: Wie wehrt sich unser Körper gegen Viren?

Die Klasse 8d hat sich zusammen mit ihrer Lehrerin Frau Kopp der Frage genähert, wie sich der Körper gegen Viren wehrt. Zum Einsatz kamen bei diesem Projekt Modelle sowie ein selbstgedrehtes Erklär-Video. Zunächst stellten sich die Schülerinnen und Schüler die Fragen: Was ist ein Virus? Wie geschieht die Infektion mit einem und wie wird diese bekämpft? Die Schüler entwarfen Storyboards, zeichneten Figuren und drehten selbstständig ihren eigenen Simple Show-Film.

Selma-Rosenfeld-Realschule Eppingen: Chemie in unserem Brot

Chemie ist überall. Die MUM-Gruppe der Klasse 9c der Selma-Rosenfeld-Realschule haben sich zusammen mit ihrer Lehrerin Frau Bröckel die Frage gestellt, wieviel Chemie sich in unserem Brot befindet. Wie wird Brot locker? Welche Backtriebmittel gibt es? Welche chemischen Elemente enthalten Brote? Geht es auch ohne Backtriebmittel? Wie schmecken Fertig-, Halbfertig- und selbstgemachte Brötchen im Vergleich? Die Schülerinnen und Schüler haben dies erforscht, gebacken und getestet.

Falkenrealschule Freudenstadt: „Energiesparen mit einem KLICK“

Die Klasse 9b der Falkenrealschule Freudenstadt ist gemeinsam mit ihrem Lehrer Herrn Hellinger auf die Suche nach „stillen Stromverbrauchern“ in ihrer Schule gegangen. Sie haben errechnet, dass die Schule jährlich 2.700 Euro sparen könnte, wenn Zwischenstecker mit Schalter oder Funkstecksteckdosen, etwa für Beamer angebracht werden. Die Schülerinnen und Schüler haben daraufhin an jedem elektrischen Gerät eine Plakette angebracht, auf der die Ausschaltzeiten und die dadurch ersparten Kosten und der ersparte CO2-Ausstoß vermerkt sind. Die Stadt Freudenstadt denkt nun darüber nach, dieses Projekt auf alle Freudenstädter Schulen zu übertragen.

Bildungszentrum Haslach: Biobatterie - Wie geht denn das?

Biobatterie – wie geht denn das? Diese Frage hat die NWA-AG des Bildungszentrums Haslach das ganze Schuljahr beschäftigt. Die AG hat sich mit den Themen Elektronen, Spannung und Strom auseinander gesetzt und versucht, aus Obst und Gemüse Strom zu erzeugen. Dass dies tatsächlich funktioniert, stellten die Schüler mit ihrem Lehrer Herrn Hummel sehr schnell fest.

Steinbeis-Realschule Ilsfeld: Wasser – ein außergewöhnlicher Stoff

Frau Conte führte zusammen mit der Klasse 7b der Steinbeis-Realschule Ilsfeld Experimente zu den verschiedenen Eigenschaften von Wasser durch. Dehnt sich Wasser beim Gefrieren aus? Warum ist Wasser ein gutes Lösungsmittel? Trocknet die Wäsche im Winter draußen? Wie wird aus Meerwasser Trinkwasser? Was sind Strömungen? Wie entsteht Oberflächenspannung? Was passiert mit Wasserdampf in den Wolken?

Realschulklasse der Burgschule Köngen: Schäume – allgegenwärtig und doch fast unbekannt. Untersuchungen am Milchschaum.

Schäume sind allgegenwärtig und doch fast unbekannt. Wir genießen ihn auf unserem Kaffee oder auf der heißen Schokolade, doch wer hat sich damit bereits näher beschäftigt? Die 9. Klasse Realschule der Burgschule Köngen führte zusammen mit ihrer Lehrerin Frau Henninger Untersuchungen an Schäumen und am Milchschaum durch.

Gerhart-Hauptmann-Realschule-Leonberg: Tierschutzprojekt

An der Gerhart-Hauptmann-Realschule-Leonberg initiierte Frau Rothgang eine Naturschutz-AG für die Klassenstufen 5 und 6. Die Schülerinnen und Schüler der AG haben es sich zum Ziel gesetzt, eine öffentlichkeitswirksame Kampagne in Zoos und Tierparks durchzuführen, mit dem Ziel, die Besucher über artgerechte Fütterung von Zootieren aufzuklären. Am 16. Mai startete die AG eine Informationskampagne im Killesbergpark zu der Fragestellung: Wie können wir die Menschen aufklären, damit sie nicht mehr falsch füttern? Weitere Aktionen sind geplant.

Klosterrealschule Offenburg: Chemie in der Küche

Die Realschulklasse 9c der Mädchenschule „Kloster unser lieben Frau“ beschäftigten mit ihrer Lehrerin Sabine Schmidt mit dem Thema Chemie in der Küche. aus dem Alltag wurde auf den Grund gegangen. Dabei stand das Erforschen von Alltagsphänomen im Vordergrund: Warum Eier werden hart? Wie reagieren Marshmallows mit Sahne reagieren?

Realschule Öhringen: Überlebenskünstler in extremen Lebensräumen – Welche Besonderheiten ermöglichen ein Überleben in extremer Hitze und Kälte

Pinguine, Eisbär und Wüstenfuchs leben in Polarregionen und Wüsten. Sie überleben in Eis und Kälte oder in größter Hitze. Sie sind Überlebenskünstler in extremen Lebensräumen. Die Klasse 6a der Realschule Öhringen recherchierte und untersuchte zusammen mit ihrer Lehrerin Frau Hettenbach, welche Besonderheiten ein Überleben in extremer Hitze und Kälte ermöglicht.

Sonderpreis: Hugo-Höfler-Realschule Breisach: Photovoltaikanlage mit Pumpe im Gartenteich

Die Schulgarten AG der Hugo-Höfler-Realschule Breisach existiert seit einigen Jahren. Nachdem in den Vorjahren Beete angepflanzt, eine Grillstelle gebaut und viele Dinge angegangen wurden, stellten die Schülern fest: Es fehlt ein Gartenteich. Dieser Gartenteich braucht natürlich auch eine Pumpe, damit das kleine Biotop ein geeigneter Lebensraum für Flora und Fauna bietet. So wurde die Technikklasse 8c mit ihrem Lehrer Mario Singer einbezogen, die eine Photovoltaikanlage mit Pumpe bauten.

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