Die Vereinbarung wurde neben dem Minister unterzeichnet von Gudrun Heute-Bluhm, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetags und Prof. Eberhard Trumpp, Hauptgeschäftsführer des Landkreistags

18.09.2015

Baden-Württemberg startet Schulversuch zum Einsatz von Tablets im Unterricht

Über 5.000 Schülerinnen und Schüler lernen künftig mit digitaler Unterstützung

Kultusminister Stoch: „Mit dem Tablet-Projekt möchten wir Erfahrungen sammeln, wie sich moderne Technik und moderne pädagogische Konzepte so miteinander verknüpfen lassen, dass die jungen Menschen an unseren Schulen maximal profitieren.“

Kultusminister Andreas Stoch hat heute an der Gottlieb-Daimler-Schule 2 in Sindelfingen den offiziellen Startschuss für einen großen Schulversuch zum Einsatz von Tablets im Unterricht gegeben. Gemeinsam mit dem Geschäfts­führenden Vorstandsmitglied des Städtetags, Gudrun Heute-Bluhm, und dem Hauptgeschäftsführer des Landkreistags, Prof. Eberhard Trumpp, unterzeich­nete er die Kooperationsvereinbarung für dieses Gemeinschaftsprojekt, in das die Schulträger der beteiligten Schulen und das Kultusministerium in den kommenden Jahren knapp 4,5 Millionen Euro investieren.

Insgesamt 40 berufliche Schulen werden an dem Schulversuch teilnehmen, die ersten der rund 5.400 beteiligten Schülerinnen und Schüler bekamen ihre Tablets heute persönlich vom Kultusminister, den Vertretern des Städte- und Landkreistags sowie dem Böblinger Landrat Roland Bernhard überreicht.

„Digitale Medien prägen und verändern das Leben in unserer Gesellschaft in immer stärkerem Maße und bieten gerade für den Bildungsbereich enormes Entwicklungspotenzial. Mit dem Tablet-Projekt möchten wir Erfahrungen sammeln, wie sich moderne Technik und moderne pädagogische Konzepte so miteinander verknüpfen lassen, dass die jungen Menschen an unseren Schulen maximal profitieren“, erklärte Kultusminister Stoch.

Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Heute-Bluhm betonte für den Städtetag: „Tablets eröffnen neue Potenziale für modernes Unterrichten. Tablets und Smartphones gehören ferner in vielen Berufen heute zum alltäglichen Handwerkszeug. Die Schulen müssen mit diesen Entwicklungen Schritt halten. Wir begrüßen und unterstützen daher diesen Schulversuch. Er soll auch die Grundlage für eine generelle Verständigung zwischen Land und Kommunen zum Tableteinsatz an Schulen schaffen.“

Der Hauptgeschäftsführer des Landkreistags, Prof. Eberhard Trumpp, ergänzte: „Wir müssen unsere Schüler auf die digitalisierte  Arbeitswelt vorbereiten

– gerade auch an beruflichen Schulen. Der jetzt anlaufende Schulversuch zum Einsatz von Tablets ist insoweit der richtige Ansatz, den es – mit gesicherter Finanzierung – weiterzuverfolgen gilt.“

Die Schulträger beteiligen sich mit knapp 2 Millionen Euro an den Investitionskosten für Geräte und Netzwerkinfrastruktur, das Kultusministerium stellt rund 2,5 Millionen Euro bereit, neben dem Kauf von Tablets beispielsweise für Fortbildungen von Lehrerinnen und Lehrern oder die wissenschaftliche Begleitung.

Mit der Gottlieb Daimler Schule 2 sind zum aktuellen Schuljahr bereits 14 berufliche Schulen mit dem Tablet-Projekt gestartet; im nächsten und übernächsten Schuljahr kommen insgesamt noch einmal 26 Schulen hinzu.

Bei dem Schulversuch erhalten die Schülerinnen und Schüler einer oder mehrerer Klassen einer Schule ihr persönliches Tablet, das sie sowohl für den Einsatz im Unterricht als auch für die Vor- und Nachbereitung zu Hause nutzen können.

Die pädagogischen Konzepte, die mit dem Tablet-Projekt erprobt und weiterentwickelt werden sollen, wurden eigens am Landesinstitut für Schulentwicklung für die Gestaltung von Lernprozessen mit Hilfe mobiler Endgeräte erarbeitet. Bei der Erprobung soll auch die Frage im Mittelpunkt stehen, welchen Beitrag die Geräte zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern leisten können.

Der Schulversuch ist zunächst auf fünf Jahre angelegt und wird von der Universität Hamburg wissenschaftlich begleitet. Eine vom Kultusministerium eingerichtete Expertengruppe aus Netzwerkspezialisten, IT-Fachleuten und Datenschutzbeauftragten stellt die Anbindung der Geräte an das jeweilige Schulnetz sicher und sorgt dafür, dass Daten von Schülerinnen und Schülern bzw. Lehrerinnen und Lehrern auf den Schulservern stets sicher gespeichert sind und die strengen Datenschutzvorgaben eingehalten werden.

Teilnehmende Schulen der 1. und 2. Runde nach Regierungspräsidien
(Schulen der 3. Runde wurden noch nicht ausgewählt)

 

Start im Schuljahr 2015/16

 

Start im Schuljahr 2016/17

RP Stuttgart

 Technische Schule Heidenheim

Gewerbliche Schule Schwäbisch Gmünd

 Andreas-Schneider-Schule Heilbronn

Kaufmännische Schule Tauberbischofsheim

 Gottlieb-Daimler-Schule II Sindelfingen

Mildred-Scheel-Schule Böblingen

RP Karlsruhe

 Heinrich-Schickhardt-Schule    Freudenstadt

Josef-Durler-Schule Rastatt

 Handelslehranstalt Bühl

Frankenlandschule Walldürn

 Carl-Bosch-Schule Heidelberg

Helene-Lange-Schule Mannheim

 BK: Max-Hachenburg-Schule Mannheim

 

RP Freiburg

 Berufliches Schulzentrum Waldkirch

Gewerbliche Schulen Waldshut

 Hohentwiel-Gewerbeschule Singen

Hans-Thoma-Schule Titisee-Neustadt

 Haus- und Landwirtschaftliche Schulen Offenburg

Kaufmännische Schule Lörrach

RP Tübingen

 Ludwig-Erhard-Schule Sigmaringen

Robert-Bosch-Schule Ulm

 Valckenburgschule Ulm

Droste-Hülshoff-Schule Friedrichshafen

 Gewerbliche Schule Ehingen

Walther-Groz-Schule Albstadt

 BK: Elektronikschule Tettnang

 

 

 

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