22.01.2015

50 Jahre Russischunterricht am Stuttgarter Leibniz-Gymnasium

Kultusminister Stoch: „Das Leibniz-Gymnasium zählt zu den Pionieren des Russischunterrichts und setzt sich seit vielen Jahren für die Vermittlung der russischen Kultur und Sprache ein. Für dieses Engagement danke ich allen Beteiligten und gratuliere sehr herzlich zu diesem Jubiläum.“

Seit 50 Jahren bietet das Leibniz-Gymnasium Stuttgart-Feuerbach Russischunterricht an. Kultusminister Andreas Stoch MdL hat heute (22. Januar 2015) das große Engagement der Schule bei der Förderung von Russisch und bei der Pflege partnerschaftlicher Beziehungen mit Schulen in Russland gewürdigt und der Schule eine Urkunde überreicht. „Das Leibniz-Gymnasium zählt zu den Pionieren des Russischunterrichts und setzt sich seit vielen Jahren für die Vermittlung der russischen Kultur und Sprache ein. Für dieses Engagement danke ich allen Beteiligten und gratuliere sehr herzlich zu diesem Jubiläum“, erklärt der Kultusminister. Insbesondere in der aktuellen politischen Situation sei es wichtig, den Austausch zwischen den Menschen beider Länder beizubehalten und die guten Verbindungen nicht abreißen zu lassen, betont der Minister.

Seit dem Schuljahr 1964/1965 können Schülerinnen und Schüler am Leibniz-Gymnasium Russisch lernen und in dem Fach auch die mündliche und schriftliche Abiturprüfung ablegen. Von den aktuell rund 600 Schülerinnen und Schülern haben sich knapp 70 für Russisch als dritte Fremdsprache entschieden. Seit 25 Jahren nimmt die Schule regelmäßig am Schüleraustausch mit Gymnasien in St. Petersburg und Samara, der Partnerstadt Stuttgarts, teil. Auch Studienfahrten nach Russland bietet das Leibniz-Gymnasium. Zusätzlich engagieren sich die Stuttgarter Russisch-Schüler immer wieder bei Sprachwettbewerben wie der „Russisch-Olympiade“. 2009 war das Leibniz-Gymnasium selbst Gastgeber der „Bundesolympiade der Russischen Sprache“.

Außerdem gestalten die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Projekte im Zusammenhang mit dem Thema Russland. So hat das Leibniz-Gymnasium im vergangenen Jahr das Projekt „100 Jahre Erster Weltkrieg – Schicksale zwischen Begeisterung und Katastrophe – Wo stehen wir heute?“ entwickelt und gemeinsam mit Partnerschulen in Russland und Frankreich umgesetzt. Bei diesem Projekt arbeiteten die Schülerinnen und Schüler der drei Schulen gemeinsam die Geschichte des Ersten Weltkriegs auf und lernten bei gegenseitigen Besuchen die jeweiligen Perspektiven in den verschiedenen Ländern kennen. Initiiert wurde das Projekt von Rainer Groh, einem ehemaligen Russischlehrer des Leibniz-Gymnasiums.

Das Kultusministerium setzt sich dafür ein, die Bedeutung des Russischunterrichts an Schulen zu stärken und Angebote auszubauen, dies auch vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Beziehungen zu Ländern, in denen Russisch gesprochen wird. 2013 hat der Landtag von Baden-Württemberg das Kultusministerium in diesem Zusammenhang beauftragt, das Unterrichtsfach Russisch weiter zu fördern.

Zahlen zum Thema

  • Im Schuljahr 2013/2014 lernten 993 Schülerinnen und Schüler an 26 Gymnasien Russisch im Wahl-/Pflichtbereich. In der Kursphase belegten 325 Schüler an 18 Gymnasien das Fach Russisch. Außerdem wurde Russisch als „AG“ an 15 Gymnasien angeboten, 250 Schüler nahmen daran teil. Insgesamt lernten im Schuljahr 2013/2014 1.568 Schüler Russisch, an insgesamt 39 Gymnasien. (Alle Angaben beziehen sich auf öffentliche und private allgemein bildendende Gymnasien im Schuljahr 2013/2014).
  • An insgesamt 13 öffentlichen beruflichen Gymnasien belegten im Schuljahr 2013/2014 104 Schüler in Klassenstufe 11 das Fach Russisch, im Kurssystem waren es 192 Schüler.

Fußleiste