22.04.2015

Über 700 Besucher beim Kongress „Momente leben – Haltung & Werte in der Kita“ in Fellbach

Staatssekretärin v. Wartenberg: „Bildung, Erziehung und Betreuung. Dieser Dreiklang prägt das moderne Berufsbild der Erzieherinnen und Erzieher in unserem Land. Kinder als eigenständige Persönlichkeiten ernst nehmen, sie sensibel und achtsam begleiten und fördern, bestimmt ihren Berufsalltag. Diese Arbeit ist anspruchsvoll und verdient unser aller Anerkennung.“

Über 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden auf dem Kongress „Momente leben – Haltung & Werte in der Kita“ am 22. und 23. April 2015 in der Schwabenlandhalle Fellbach erwartet. Der zweitägige Kongress des Kultusministeriums ist als Fortbildungsveranstaltung konzipiert und richtet sich vor allem an Erzieherinnen und Erzieher. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Qualität der frühkindlichen Bildung. Eine entscheidende Rolle bei der Qualität spielen die Erzieherinnen und Erzieher. „Bildung, Erziehung und Betreuung. Dieser Dreiklang prägt das moderne Berufsbild der Erzieherinnen und Erzieher in unserem Land. Kinder als eigenständige Persönlichkeiten ernst nehmen, sie sensibel und achtsam begleiten und fördern, bestimmt ihren Berufsalltag. Diese Arbeit ist anspruchsvoll und verdient unser aller Anerkennung“, betont Staatssekretärin Marion v. Wartenberg. Erzieherinnen und Erziehern förderten den Bildungsprozess und die Persönlichkeitsentwicklung jedes einzelnen Kindes und legten das Fundament für schulisches Lernen.

Auch der Orientierungsplan Baden-Württemberg betont die Bedeutung der Erzieherinnen und Erzieher. Wichtigster Faktor für eine qualitätsvolle frühpädagogische Arbeit sei die Persönlichkeit der pädagogischen Fachkraft, wobei hier Einstellung, Haltung sowie Wissen und Können impliziert sind. Dazu gehört auch, dass die pädagogischen Fachkräfte genügend Zeit für das einzelne Kind und dessen individuelle Bedürfnisse haben. Baden-Württemberg hat sich in diesem Punkt zum Vorreiter entwickelt. Mit einem Personalschlüssel von 1 zu 2,9 in Gruppen mit Kindern von unter drei Jahren hat Baden-Württemberg bundesweit das mit Abstand beste Betreuungsverhältnis.

Auch das Konzept der Sprachförderung in allen Tageseinrichtungen für Kinder mit Zusatzbedarf (SPATZ) trage, so v. Wartenberg, zur Bildungsteilhabe und damit zur mehr Qualität bei. Zum Kindergartenjahr 2014/2015 hat das Kultusministerium das Sprachförderprogramm verbessert und mit mehr Mitteln ausgestattet. Die deutlich kleineren Gruppen erhöhen die Qualität der Sprachbildung und Sprachförderung und geben mehr Zeit für das einzelne Kind. In Kitas mit einem Migrantenanteil von mindestens 80 Prozent ist die Gruppengröße von bislang zehn auf jetzt fünf Kinder je Gruppe halbiert worden. Dadurch erhöhen sich die Kommunikationssituationen und die Sprechgelegenheiten für jedes einzelne Kind.

Der Kongress greift das Thema Persönlichkeit und Professionalität in verschiedenen Diskussionsrunden sowie Vorträgen auf. So referiert Prof. Dr. Joachim Bauer von der Albert-Ludwig-Universität Freiburg über die Bedeutung einer achtsamen Haltung aus neurowissenschaftlicher Sicht. Frau Prof. Viernickel stellt Ergebnisse der STEGE-Studie „Strukturqualität und Erzieher_innengesundheit in Kindertageseinrichtungen“ vor und rückt dabei das Thema Wertschätzung und Anerkennung von Erzieherinnen und Erziehern in den Blick. Der zweite Veranstaltungstag widmet sich insbesondere der Beziehung und Zusammenarbeit zwischen Kita und Elternhaus.

Bei einem Pressefrühstück als Auftakt des Kongresses gibt Staatssekretärin Marion v. Wartenberg Journalisten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen in der frühkindlichen Bildung zu informieren:

 

Ausblick: Kommende Veranstaltungen

  • 5. Mai 2015: „Hand in Hand. Kleine Flüchtlingskinder und ihre Familie begleiten“, Fachtag in Mannheim;
  • 12. Juni 2015: Bildungshäuser, wissenschaftliche Erkenntnisse, Bilanz und weitere Vorgehensweise, Fachtag in Ulm;
  • 13. Juli 2015: Inklusion im frühkindlichen Bereich, Fachtag in Reutlingen.

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