24.09.2015

13. Landeskongress der Musikpädagogik Baden-Württemberg

Staatssekretärin Marion v. Wartenberg: „Jedes Kind hat ein Recht auf musikalische Bildung. Für die Landesregierung ist die Musikförderung deshalb von elementarer Bedeutung.“

„Jedes Kind hat ein Recht auf musikalische Bildung. Für die Landesregierung ist die Musikförderung deshalb von elementarer Bedeutung“, betont Staatssekretärin Marion v. Wartenberg bei der heutigen Eröffnung des 13. Landeskongresses der Musikpädagogik Baden-Württemberg in der Musikhochschule Stuttgart.

Unter dem Motto „Herausforderung Musikunterricht: Pädagogik – Kunst –Wissenschaft“ wendet sich der Kongress vom 24. bis 26. September an Musiklehrkräfte aller Schularten, an Erzieherinnen und Erzieher, an Musikschulen, an Studierende, Vertreter der Kirchen- und Laienmusik, Fachkräfte der elementaren Musikpädagogik sowie an alle Interessierten. Veranstaltet wird der Landeskongress vom Kultusministerium Baden-Württemberg und dem Bundesverband Musikunterricht in Kooperation mit der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden erwartet.

Zahlreiche Workshops und Vorträge mit Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland greifen zentrale Aspekte des schulischen Musikunterrichts, der Elementarpädagogik sowie allgemeine musikpädagogische Themen auf und diskutieren diese aus Sicht von Wissenschaft, schulischer Praxis und Bildungspolitik.

Mit der Vielfalt konstruktiv umgehen
Workshops zum Umgang mit Heterogenität im Musikunterricht oder in Klassen ohne musikalische Vorkenntnisse thematisieren aktuelle Herausforderungen. „Das Kongressmotto verdeutlicht, dass eine sich immer schneller wandelnde Gesellschaft das Schul- und Bildungswesen vor große Herausforderungen stellt. Herausforderungen, die wir hier im Musikland Baden-Württemberg beherzt angehen“, betont die Staatssekretärin. Zu nennen sei etwa die Wiedereinführung von Musik als eigenständiges Fach in der Grundschule im Zuge der aktuellen Bildungsplanreform, die Einrichtung von drei Musikgymnasien für musikalisch hochbegabte Kinder und Jugendliche oder die Rolle der Musik im Ganztag.

„Beim Ausbau der Ganztagsschulen kommt gerade der Musik eine hohe Bedeutung zu. Die Musikschulen sind deshalb wichtige Partner des Kultusministeriums. Durch die enge Kooperation profitieren noch mehr Kinder von ihrem vielfältigen Angebot“, erläutert v. Wartenberg. Die besondere Stellung der Musikschulen im Land zeigt sich in der im Februar geschlossenen Vereinbarung zwischen dem Kultusministerium und dem Landesverband der Musikschulen Baden-Württembergs zur Kooperation mit den neuen Ganztagsgrundschulen im Land.

Musik machen, statt nur darüber reden
Eine ganze Reihe an Kursen und Workshops wendet sich der schulischen Praxis zu. Lehrerinnen und Lehrer können sich Ideen und Praxistipps holen, etwa wie Tablets und Smartphones eingesetzt werden können, um mit Schülerinnen und Schülern selbst kreativ Musik zu gestalten. Oder welche Methoden sich für inklusive Schülergruppen eignen, die es ermöglichen, alle Mitspieler aktiv zu beteiligen und individuelle Begabungen und Behinderungen zu berücksichtigen. Auch eine zeitgemäße Schulchor- und Schulorchesterarbeit sowie Komposition im Musikunterricht stehen auf dem Programm.

Eingerahmt wird der Kongress durch ein hochklassiges Musikprogramm, unter anderem gestaltet von der Landes-Lehrer-Bigband Baden-Württemberg, der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart, der Musikhochschule und verschiedenen Schulen des Landes.

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