26.10.2015

Fünfjähriges Jubiläum der Sommerschulen

Staatssekretärin Marion v. Wartenberg: „In den Ferien lernen: Seit fünf Jahren können Jugendliche in den Sommerschulen ihre Leistungen verbessern. Positive Resonanzvon Eltern und enorme Leistungsmotivation bei unseren Schülerinnen und Schülern.“

Jährlich besuchen rund 1.000 Kinder und Jugendliche in ihren Sommerferien die Sommerschulen des Landes Baden-Württemberg. Anlässlich des fünfjährigen Jubiläums möchte das Kultusministerium heute (26. November) zurückschauen und gemeinsam mit Kooperationspartnern über Weiterentwicklungsperspektiven sprechen. „Die Sommerschulen kombinieren Lernen und Freizeit. Dies macht sie zu einem besonderen Erfolgsmodell. Jahr für Jahr bieten die Sommerschulen Jugendlichen die Chance, ihren erfolgreichen Start ins neue Schuljahr vorzubereiten und ihre schulischen Leistungen zu verbessern“, betonte die Staatssekretärin vor den rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei der Veranstaltung in der Stuttgarter Liederhalle.

Die Veranstaltung eröffnet auch die neue Ausschreibungsrunde für das Sommerschulprogramm 2016. Interessierte Schulen und deren Kooperationspartner können sich ab sofort mit ihrem Konzept bewerben. Das Kultusministerium fördert die Sommerschulen durch Anrechnungsstunden für die Lehrkräfte und Sachmittel mit einer Gesamtsumme von rund 575.000 Euro pro Jahr.

Auf der Veranstaltung unter dem Motto „Gemeinsam Lernen erleben“ präsentierten Schülerinnen und Schüler aus fünf verschiedenen Sommerschulen ihre Ergebnisse. „In den Sommerschulen können die Jugendlichen künstlerisch aktiv werden, Sport treiben oder forschen. Die Präsentationen geben hier einen kleinen Einblick in das breite Spektrum der Angebote. Dieser ganzheitliche Ansatz ist für die jungen Menschen ein großer persönlicher Gewinn“, so Staatssekretärin v. Wartenberg. Auf der Bühne vertreten waren Schülerinnen und Schüler aus den Sommerschulen der Popakademie Baden-Württemberg, der Akademie für Luft- und Raumfahrt Böblingen, der Bildungsakademie der Handwerkskammer Karlsruhe, der Landesakademie für Schulkunst, Schul- und Amateurtheater Schloss Rotenfels und der Sommerschule des Landesinstituts für Schulsport, Schulkunst und Schulmusik Ludwigsburg.

Auf dem anschließenden Podium diskutierten Sabine Endtner, von der Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken gGmbH, Ralf Hufnagel, Sommerschulkoordinator und Partner von der Ökostation Freiburg, Franz Veith, Schulamtsdirektor des Staatlichen Schulamts Rastatt, Anja Vocilka, Diplom-Pädagogin und Lehrerin der Sommerschule Ludwigsburg sowie Heike Brucksch-Vieth, Projektverantwortliche für das Landesprogramm Sommerschulen im Kultusministerium.

Ganzheitlicher Ansatz
Die Sommerschulen richteten sich überwiegend an Jugendliche, die in Deutsch, Mathematik oder Englisch Unterstützung benötigen. Qualifizierte Lehrkräfte unterrichteten die Jugendlichen in den Sommerschulen täglich in kleinen Gruppen zu verschiedenen Lerneinheiten. Die Schülerinnen und Schüler können fehlende Kenntnisse nacharbeiten, ihre sozialen Kompetenzen verbessern und neues Selbstbewusstsein gewinnen. Angebote von außerschulischen Kooperationspartnern ergänzten den Unterricht. Es gibt Angebote aus den Bereichen Wirtschaft, Technik, Ökologie, Kultur, Musik oder Sport.

Nachhaltliger Effekt auf die Lernmotivation
2010 wurde das Konzept der Sommerschulen erstmals an den Standorten Freiburg, Mannheim, Ludwigsburg und Ravensburg erprobt. Bereits 2011 konnten 24 Sommerschulen initiiert werden, 31 Sommerschulen waren es im Jahr 2012. In den Jahren 2013 und 2014 förderte das Land jeweils 36 Sommerschulstandorte, 2015 gab es erstmals 37 Sommerschulangebote.

Eine Auswertung der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg belegt, dass die Lernmotivation bei den Schülerinnen und Schülern, die eine Sommerschule besuchen, enorm ansteigt und auf einem deutlich höheren Niveau bleibt. Die Lehrerinnen und Lehrer nehmen ein erhöhtes Interesse der Kinder und Jugendlichen am Unterricht wahr und stellen bei mehr als einem Drittel von ihnen eine langfristige Verbesserung der schulischen Leistungen fest. Auch Schülerinnen und Schüler sowie Eltern bewerten die Sommerschulen positiv: 82 Prozent der jungen Menschen sprechen von einem tollen Angebot, 97 Prozent der Eltern würden ihr Kind erneut anmelden.

Weitere Informationen
www.sommerschulen-bw.de

Dort sind auch Informationen zur neuen Ausschreibungsrunde zu finden.

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