29.01.2014

Regionale Vernetzung von Kultur und Schule in Ulm

Staatssekretärin Marion v. Wartenberg: „Kultureinrichtungen und Schulen können zusammen sehr viel erreichen. Darum fördern wir Kooperationen und unterstützen Schulen dabei, sich nach außen zu öffnen.“

Rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Schulen und Kultureinrichtungen haben sich heute (29. Januar) im Ulm auf der Starterkonferenz für die neuen Kulturbeauftragten an Schulen getroffen. „Kultureinrichtungen und Schulen können zusammen viel erreichen. Darum fördern wir Kooperationen und unterstützen Schulen dabei, sich nach außen zu öffnen“, sagte Staatssekretärin Marion v. Wartenberg auf der Starterkonferenz im Roxy Kulturzentrum. Der offen gehaltene Charakter der Tagung bildet den Rahmen für intensive Gesprächsmöglichkeiten und richtet seinen besonderen Fokus auf die regionale Vernetzung von Schulen mit Kulturpartnern. „Kulturelle Bildung stärkt wie kaum ein anderer Lernbereich die Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen. Der Landesregierung ist deshalb der Ausbau von Kooperationen mit Kultureinrichtungen besonders wichtig“, betonte v. Wartenberg.

Im Frühjahr 2013 hatte Kultusminister Andreas Stoch alle Schulen des Landes aufgerufen, auf freiwilliger Basis im Lehrerkollegium Kulturbeauftragte als Ansprechpartner und Lotsen für Kulturschaffende von außen einzurichten. Der Aufruf fand eine starke Resonanz: Inzwischen sind über 1.000 Schulen in Baden-Württemberg mit Kulturbeauftragten registriert. „Diese große Teilnahme belegt das hohe Engagement der Lehrerinnen und Lehrer und den besonderen Stellenwert der Kultur für die Schulen“, erklärte v. Wartenberg. Die Schulen werden bei ihrer Arbeit von der Landesakademie für Schulkunst, Schul- und Amateurtheater Schloss Rotenfels unterstützt. Sie veranstaltet etwa Fortbildungen für Lehrkräfte, die als Kulturbeauftragte wirken, oder ein Qualifizierungsprogramm für Künstlerinnen und Künstler.

„Kulturelle Bildung ist ein ebenso wichtiger Bestandteil des Schulwesens wie das mathematisch-naturwissenschaftliche oder das sprachbezogene Lernen. Kulturelle Bildung ist in den Bildungsplänen aller Schularten fest verankert und wird in den neuen Bildungsplänen ab 2015 weiter gestärkt“, sagte die Staatssekretärin. Eine große Rolle spielten verlässliche Kooperationen insbesondere auch bei den Ganztagsschulen. Die Einbeziehung außerschulischer Partner sei dementsprechend ein wichtiger Bestandteil des neuen Konzepts, mit dem Ganztagsschulen an Grundschulen und Grundstufen der Förderschulen ausgebaut werden sollen.

Das Kultusministerium fördert die Kulturelle Bildung in Baden-Württemberg an den Schulen und im außerschulischen Bereich mit zahlreichen Programmen, wie der Landesförderung von 238 Musikschulen und 28 Jugendkunstschulen. Hinzu kommt die Förderung der musisch-kulturellen Erziehung an den Schulen, das Programm "Kulturagenten für kreative Schulen", die Förderung der Theater- und Spielberatung sowie Kooperationsprogramme Schule-Verein im kulturellen Bereich. Die Kulturelle Bildung wird auch über das Jugendbegleiter-Programm gefördert. Insgesamt setzt das Kultusministerium hier jährlich rund 20 Millionen Euro ein.

Weitere Informationen zur Konferenz unter www.startertagung.info

 

 

Fußleiste