Gymnasium

Abitur und Oberstufe


Vertiefte Allgemeinbildung in Kernfächern, individuelle Profilierung, fächerübergreifendes, selbstständiges und projektorientiertes Lernen - das sind die wesentlichen Zielsetzungen der gymnasialen Oberstufe in Baden-Württemberg. Damit erhalten Abiturientinnen und Abiturienten im Land eine solide und zukunftsfähige Basis für den Übergang in die Hochschule und in den Beruf.

Am allgemein bildenden Gymnasium kommt einer breiten und vertieften Allgemeinbildung in den Kernfächern Deutsch, Fremdsprache und Mathematik eine besondere Bedeutung zu. Die Oberstufe ermöglicht aber auch, dass die Schülerinnen und Schüler ihren Neigungen und Interessen gemäß eigene Schwerpunkte setzen und sich profilieren können.

Über Grundlagen in den einzelnen Fächern hinaus erwerben die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe die Fähigkeit zu fächerübergreifendem und eigenständigem Lernen und eine vertiefte Methoden- und Sozialkompetenz; sie lernen, selbstständig, projektorientiert und interdisziplinär zu urteilen.

Diese Seite informiert über Inhalte und Ziele der gymnasialen Oberstufe. Detaillierte Informationen gibt es außerdem bei der Schulleitung und der Oberstufenberaterin oder dem Oberstufenberater von örtlichen Gymnasien und im Leitfaden Ihres Abiturjahrganges. Fragen beantworten auch die zuständigen Referentinnen und Referenten der oberen Schulaufsichtsbehörde bei den Regierungspräsidien.

Verbindliche Fächer

Die Kernfächer Deutsch, fortgeführte Fremdsprache und Mathematik sind für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich und werden mit vier Wochenstunden unterrichtet. Sie sind Teil der schriftlichen Abiturprüfung.

Die Fächer Geschichte, Musik oder Kunst, Religionslehre oder Ethik und Sport müssen – sofern sie nicht Wahlkernfach sind – über vier Halbjahre zweistündig belegt werden, Gemeinschaftskunde und Geographie in der Regel zwei Halbjahre zweistündig.

Zwei Naturwissenschaften sind für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich.

Abiturprüfung

Verpflichtende schriftliche Prüfungsfächer sind die Fächer Deutsch und Fremdsprache (Aufgabenfeld I) sowie Mathematik (Aufgabenfeld III). Dazu kommt nach Wahl der Schülerin oder des Schülers eine vierte schriftliche Prüfung. Das mündliche Prüfungsfach kann auch durch eine besondere Lernleistung ersetzt werden, die einem Aufgabenfeld zuzuordnen ist.

Bedingung für die Abiturprüfung ist nach der Vereinbarung der Kultusministerkonferenz, dass neben dem sprachlich-künstlerischen Aufgabenfeld (Aufgabenfeld I) und dem mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Aufgabenfeld (Aufgabenfeld III) auch das gesellschaftswissenschaftliche Aufgabenfeld (Aufgabenfeld II) repräsentiert ist.

Die besondere Lernleistung (Seminarkurs, Teilnahme an einem Wettbewerb oder Frühstudium) umfasst immer eine Dokumentation der angewandten Methoden, des Arbeitsprozesses und der erreichten Ergebnisse sowie ein abschließendes Kolloquium. Hauptziel dieses Angebotes ist die Förderung von Methoden- und Sozialkompetenz, vor allem aber des selbstständigen Lernens. Die generelle Zielsetzung der gymnasialen Oberstufe wird hier noch einmal besonders akzentuiert.

Mit dem Seminarkurs ist es möglich, eine Prüfungsleistung bereits vor der schriftlichen Abiturprüfung abzulegen.

Berechnung der Gesamtqualifikation

Die Berechnung der Gesamtqualifikation ergibt sich bundesweit  aus einem Punktesystem. Insgesamt können 900 Punkte erreicht werden. Davon entfallen auf die Leistungen in den Abiturprüfungen 300 Punkte, auf die Leistungen aus den fünf Kernfächern und den mindestens 20 weiteren zweistündigen Kursen 600 Punkte.

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