16.12.2014

Kultusministerium unterstützt Lehrerinnen und Lehrer bei der Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingskindern

Stoch: „Ich möchte allen Lehrerinnen und Lehrern, die mit den Flüchtlingskindern arbeiten, für ihr großes Engagement danken. Unser Ziel ist, sie dabei noch besser zu unterstützen."

Das Kultusministerium will die Lehrerinnen und Lehrer bei ihrer Arbeit mit Flüchtlingskindern zusätzlich unterstützen. An entsprechenden Maßnahmen und Konzepten werde intensiv gearbeitet, teilt das Kultusministerium mit. „Ich möchte allen Lehrerinnen und Lehrern, die mit den Flüchtlingskindern arbeiten, für ihr großes Engagement danken. Unser Ziel ist, sie dabei noch besser zu unterstützen“, sagt Kultusminister Andreas Stoch.

So werden zum zweiten Schulhalbjahr die Schulpsychologischen Beratungsstellen schulartübergreifend Fortbildungen für Lehrkräfte zum Themenkomplex "Trauma" anbieten. Geplant sind ferner Angebote der Supervision für Lehrinnen und Lehrer, die Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien unterrichten, sowie bei Bedarf Einzelfallberatungen für betroffene Schülerinnen und Schüler. Bereits jetzt können Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten auf die Schulpsychologischen Beratungsstellen zugehen und sich beraten lassen. Die Staatlichen Schulämter bieten spezielle Fortbildungen zur Arbeit in Vorbereitungsklassen an, die zukünftig weiter ausgebaut werden sollen. Sie richten sich vor allem an Pädagogen, die diese Aufgabe neu übernommen haben. Hinzu kommen Seminare, die die Regierungspräsidien zur Sprachförderung in beruflichen Schulen anbieten. Zusätzlich sollen Lehrerinnen und Lehrer durch eine Handreichung Hinweise zum Umgang mit traumatisierten Schülern und Schülerinnen erhalten.

Das Kultusministerium hat den Schulen für den Unterricht von Zuwanderern und Flüchtlingen bereits für das laufende Schuljahr 2014/2015 kurzfristig 200 zusätzliche Deputate zur Verfügung gestellt. Auch der Doppelhaushalt 2015/2016 berücksichtigt die aktuelle Situation: Mit 11,7 Millionen Euro im Jahr 2015 und 13 Millionen im Jahr 2016 sollen junge Flüchtlinge und Zuwanderer in Vorbereitungsklassen und anderen Angeboten unterstützt werden. Für die frühkindliche Förderung von Kindern aus Zuwanderer- und Flüchtlingsfamilien stellt das Land weitere 1,2 Millionen Euro pro Jahr bereit.

Die zusätzlichen Lehrerinnen und Lehrer werden in den Vorbereitungsklassen und Vorbereitungskursen in den allgemeinbildenden Schularten sowie in den VABO-Klassen und Förderkursen an beruflichen Schulen eingesetzt. Diese Angebote helfen den neu eingewanderten Kinder und Jugendlichen dabei, möglichst schnell Deutsch zu lernen, um in den regulären Klassen integriert werden zu können.

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