Kindergarten

Landesförderprogramm „Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Kinder- und Familienzentren“


Das Land unterstützt den Weiterentwicklungsprozess von Kindertageseinrichtungen zu einem Kinder- und Familienzentrum mit einer Anschubfinanzierung und setzt damit ein zentrales Ziel der Landesregierung um. Ziel ist es, Impulse dafür zu setzen, dass landesweit ein flächendeckendes Angebot an Kinder- und Familienzentren entsteht.

Mit diesen Fördermitteln werden personelle Ressourcen, notwendige Fortbildungsmaßnahmen, sowie Sachmittel und Leitungszeit / Leitungsfreistellung bezuschusst. Die Förderdauer ist auf insgesamt vier Jahre pro Einrichtung ausgelegt und umfasst zwei Stufen:

  • Anschubförderung der Einrichtung mit einer Laufzeit von zwei Jahren in Höhe von 10.000 Euro jährlich, darin enthalten ist eine Pauschale für Leitungszeit / Leitungsfreistellung in Höhe von 5.000 Euro jährlich.
  • Anschlussförderung für die Verstetigung mit einer weiteren Laufzeit von zwei Jahren in Höhe von 2.000 Euro jährlich.

Die langfristige finanzielle und personelle Verantwortung obliegt dem Träger.

Die Förderung wird rückwirkend ab 1. Januar 2018 für antragsberechtigte Träger gewährt. Die Antragsberechtigung wird vom Kultusministerium nach Prüfung festgelegt. Ein Rechtsanspruch auf Gewährung der Förderung und der Fortführung der Förderung besteht nicht.

Kinder fördern – Eltern stärken

Durch den raschen Wandel der Lebensbedingungen von Familien, die Notwendigkeit Kindererziehung und Erwerbsleben in Einklang zu bringen und dem veränderten gesellschaftlichen Anspruch an Erziehung und Bildung, sind sowohl Eltern als auch alle pädagogisch und erzieherisch Tätigen vor eine Vielzahl von Herausforderungen gestellt. Wer vor diesem Hintergrund Kinder nachhaltig und wirkungsvoll fördern und stärken will, muss die gesamte Familie des Kindes in den Blick nehmen und sie dort erreichen, wo sie leben.

Kindertageseinrichtungen als Basis der Kinder- und Familienzentren sind dabei wichtige und vertraute Orte, die einen geeigneten Rahmen bilden, um Bildung, Erziehung und Betreuung mit familienorientierten Angeboten zusammenzuführen. Sie bilden so den Mittelpunkt eines Unterstützungsnetzwerks aus Begegnung, Beratung, Bildung und Begleitung. Grundlegendes Ziel eines Kinder- und Familienzentrums ist es, die kindliche Entwicklung wertschätzend zu begleiten und zu fördern und damit eine höhere Chancengerechtigkeit zu ermöglichen. Dabei gilt es den Blick auf das „System Familie“ zu richten, Eltern frühzeitig in die Bildungsprozesse ihrer Kinder aktiv einzubeziehen und somit in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken und die Lebensqualität der Familie im Ganzen zu verbessern.

Zielgruppe eines Kinder- und Familienzentrums sind die Kinder der Einrichtung und ihre Familien.

Antragsverfahren

Kindertageseinrichtungen, die sich in der Vergangenheit bereits zu Kinder- und Familienzentren weiterentwickelt haben, können einen Antrag stellen, wenn sie die entsprechenden Kriterien erfüllen und nachvollziehbar darstellen können, welche weiteren Qualitätsentwicklungsprozesse in die Wege geleitet werden sollen.

Für die Erstbeantragung und für die Beantragung einer Fortführung der Landesförderung „Weiterentwicklung einer Kindertageseinrichtung zu einem Kinder- und Familienzentrum“ ist das Antragsformular zu verwenden. Der Meilensteinplan zur Weiterentwicklung ist zwingend auszufüllen und mitzusenden. Eine beigefügte Konzeption genügt nicht. Des Weiteren ist bei einer Erstbeantragung eine am Sozialraum orientierte Bedarfsanalyse beizufügen.

Es empfiehlt sich, dass Träger und Einrichtung ggf. zusammen mit einer Fachberatung sich zunächst die Fragen der Checkliste zur Weiterentwicklung gemeinsam stellen.

Der vollständige Antrag ist mit den erforderlichen Anlagen bis zum 1. März 2018 in Schriftform mit Stempel des Trägers beim Kultusministerium einzureichen.

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