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PISA 

Mit PISA (Programme for International Student Assessment) nimmt Deutschland zusammen mit mehr als 30 der wichtigsten Industriestaaten an einer periodischen Untersuchung der Leistungen der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Leseverständnis, Mathematik und Naturwissenschaften teil.

Die Schwerpunkte der beiden ersten Erhebungszyklen 2000 und 2003 lagen auf dem Leseverständnis beziehungsweise der Mathematik, 2006 wurden im Schwerpunkt die naturwissenschaftlichen Kompetenzen erhoben. PISA findet auch künftig unter Beteiligung Deutschlands im dreijährigen Turnus statt, wobei das Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) ab 2009 im Zuge der Erhebungen das Erreichen der KMK-Standards für die Sekundarstufe I in den Ländern überprüfen wird.

Daten und Fakten

PISA-E 2006

  1. Pressemitteilung vom 18.11.2008

PISA 2006

  1. Pressemittteilung vom 4.12.2007

PISA 2003

Ziel der Pisa-Untersuchung ist die Feststellung der Basiskompetenzen von 15-jährigen Jugendlichen in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften am Ende der regulären Schulzeit.
Es werden Aussagen getroffen, wie gut Schülerinnen und Schüler auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet sind.

Schwerpunktgebiet der Untersuchung Pisa 2003 war Mathematik.
International beteiligten sich 41 Nationen. In Deutschland bestand die repräsentative Stichprobe aus etwa 40.000 Schülerinnen und Schülern in 220 Schulen.

Die PISA-Studie wurde im Auftrag der OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development) durchgeführt. Sie wurde von einem Internationalen Konsortium unter Leitung des Australian Council for Educational Research (ACER) koordiniert. Die Nationale Projektleitung für Deutschland liegt beim Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) in Kiel.

Sonderauswertung von PISA 2003 - OECD-Migrationsbericht
Am 15. Mai 2006 wurde der so genannte OECD-Migrationsbericht, eine Sonderauswertung von Pisa 2003 vorgestellt. Die Zusammenfassung der Studie in deutscher Sprache ist auf der Pisa-Homepage der OECD eingestellt. .

In Baden-Württemberg werden bereits seit Jahren zahlreiche Maßnahmen zur Sprachförderung und Integration für Kinder mit Migrationshintergrund umgesetzt.

Ziel der Integrationspolitik der Landesregierung im Bildungsbereich ist, Kindern mit Migrationshintergrund eine gleichberechtigte Teilhabe am vorschulischen und schulischen Angebot und damit an individuellen Bildungschancen zu ermöglichen. Hierzu gehört, dass eine früh einsetzende, intensive sprachliche Förderung für die Kinder in vielfältiger Form angeboten werden kann, wenn ein zusätzlicher Förderbedarf in Deutsch besteht. Deutschkenntnisse und sprachliche Kompetenzen zu vermitteln ist als ein Prinzip der vorschulischen und schulischen Arbeit integrativer Bestandteil der Bildungs- und Erziehungsarbeit. Förderangebote zur Vermittlung der Umgangs- bzw. Unterrichtssprache greifen an den Kindergärten und Schulen in Baden-Württemberg möglichst frühzeitig. Sie sind bereits Teil des Bildungsauftrages in den Kindergärten und werden von den Erzieherinnen engagiert umgesetzt.

Zur Sprachförderung und damit auch zur Integration hat das Land kontinuierlich ein Bündel von Maßnahmen initiiert und weiter ausgebaut. Hierzu gehören unter anderem die Einführung des Orientierungsplans, das Projekt "Schulreifes Kind", die Hausaufgaben-, Sprach- und Lernhilfe (HSL-Maßnahmen), die Einrichtung von Grundschulförderklassen, das Reformkonzept IMPULSE Hauptschule. 

 

PISA 2000

Die erste PISA-Erhebung fand im Jahr 2000 statt (PISA 2000).

Im Rahmen einer erweiterten Studie (PISA-E) wurden darüber hinaus mit dem Ziel eines Vergleichs der Bundesländer die Leistungen von rund 46.000 Schülerinnen und Schülern aus 1.460 Schulen ausgewertet. Aus Baden-Württemberg waren 78 Schulen beteiligt.

Die wichtigsten Befunde im Ländervergleich (PISA-E) waren unter anderem:

  • Baden-Württemberg bildet zusammen mit Bayern und Sachsen die Spitzengruppe.
  • Baden-Württemberg liegt international über dem OECD-Durchschnitt; es besteht ein erhebliches Leistungsgefälle innerhalb Deutschlands zwischen Süden und Norden.
  • Das Verhältnis zwischen einer hohen Zahl an Bildungsabschlüssen und einem hohen Leistungsniveau ist in Baden-Württemberg am besten.
  • Gute Leistungen geht nicht auf Kosten sozialer Gerechtigkeit; wer Leistung fordert, fördert Chancengleichheit. Die Lesekompetenz ist in Baden-Württemberg überdurchschnittlich ausgeprägt bei gleichzeitig unterdurchschnittlicher sozialer Disparität.
  • Die baden-württembergischen 15-Jährigen erbringen Spitzenleistungen in Naturwissenschaften (höchster Anteil in Kompetenzstufe V), zugleich ist der Anteil leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler auf oder unter Kompetenzstufe I gering.

Die hohe Beteiligungsquote belegt eine positive Einstellung baden-württembergischer Schulen zu Leistungs- und Qualitätsbereichen.

Pressemitteilung

  1. vom 4.12.2007
  2. vom 3.11.2005
  3. vom 14.7.2005
  4. vom 22.11.2004
  5. vom 7.3.2003