09.05.2017

Bildungspolitische Einjahresbilanz von Schwarz-Grün

Kultusministerin Eisenmann: „Erste Grundsteine für die Verbesserung von Qualität und Leistungsfähigkeit sind gelegt – weitere Maßnahmen folgen“

Am 10. Mai ist die grün-schwarze Landesregierung ein Jahr im Amt. In diesem ersten Jahr setzte das Kultusministerium bereits wesentliche Akzente für die Steigerung von Qualität und Leistungsfähigkeit an den Schulen und reagierte damit auch auf die Befunde des IQB-Bildungstrends 2015 und aktuelle Ergebnisse der Vergleichsarbeiten.

Ministerin Dr. Susanne Eisenmann: „Mit unserem Realschulkonzept, dem großen Weiterbildungspaket für Haupt- und Werkrealschullehrer und der Stärkung der Grundschulen haben wir erste wichtige Schritte unternommen, damit Baden-Württemberg in der Bildung wieder spitze wird“. Insbesondere bei den Kernfächern Deutsch und Mathematik setzt Eisenmann zunächst an. Verlässliche Kompetenzen in Lesen, Rechnen und Schreiben sind unverzichtbare Grundlage erfolgreicher Bildungsverläufe.

Weitere zentrale Vorhaben, die bereits beschlossen werden konnten, sind zum Beispiel die Verlängerung des Schulversuchs der 44 G9-Gymnasien im Land sowie die Verstetigung der Musikschulfinanzierung und der Bildungshäuser für Drei- bis Zehnjährige. Hervorzuheben ist außerdem der laufende Prozess in der Neugestaltung der Ganztagsschule. Die Neufassung des Privatschulgesetzes steht als eines der nächsten großen Vorhaben an, die Verhandlungen mit den Verbänden konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Außerdem wurden im laufenden Schuljahr 2016/17 so viele Lehrer eingestellt wie noch nie. Vor dem Hintergrund einer überproportional hohen Pensionierungswelle besteht die Herausforderung gegenwärtig darin, die Lehrerversorgung auch in den Mangelbereichen und Regionen mit besonderem Bedarf sicherzustellen. Deshalb gehören Maßnahmen zur weiteren Lehrergewinnung zu den zentralen bevorstehenden Aufgaben.

„Mir bleiben Qualität und Leistung die Hauptanliegen. Daher werde ich noch vor der Sommerpause weitere Maßnahmen in den Bereichen Qualitätsentwicklung, Lehrerfortbildung sowie Lehrerversorgung vorstellen“, so die Ministerin.

Gründlichkeit gehe aber vor Schnelligkeit. Daher sei es auch von größter Bedeutung gewesen, im Nachgang zur Veröffentlichung der aktuellen Schulleistungsvergleiche intensive Gespräche mit den bildungspolitischen Partnern zu führen. Zu nennen sind hier etwa die Vertreter der Wissenschaft, der Gewerkschaften und der Verbände, die Beratungsgremien des Ministeriums, also Landesschulbeirat, Landeselternbeirat und Landesschülerbeirat, die Praktiker aus den Schulen wie zum Beispiel Rektorinnen und Rektoren, sowie die Partner in der Politik, insbesondere die Regierungsfraktionen. Mit ihnen allen steht die Kultusministerin, etwa bei Fachtagungen und ihren regelmäßigen Schulbesuchen vor Ort, in regem Austausch.

Die berufliche Bildung steht ebenso weiterhin im Fokus der Ministerin. Eisenmann hat dieses Jahr die Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz inne. Das Schwerpunktthema lautet „Berufliche Bildung: Übergänge, Abschlüsse, Anschlüsse“. Dazu findet am 31. Mai ein Bildungskongress in Stuttgart statt.

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