01.08.2017

Kultusministerin beruft wissenschaftlichen Beirat

Ministerin Dr. Susanne Eisenmann: Wissenschaft spielt zentrale Rolle bei Qualitätsentwicklung des Schulsystems.

Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann hat einen wissenschaftlichen Beirat berufen, der die geplante Neuordnung der Qualitätsentwicklung des baden-württembergischen Schulsystems begleiten und unterstützen soll. Als Vorsitzenden des vierköpfigen Gremiums benannte die Ministerin Prof. Dr. Ulrich Trautwein (Universität Tübingen). Ebenfalls in den Beirat berufen wurden Prof. Dr. Anne Sliwka (Universität Heidelberg), Prof. Dr. Reinhold Nickolaus (Universität Stuttgart) und Prof. Dr. Timo Leuders (Pädagogische Hochschule Freiburg).

„Bei unserem Ziel, die Qualität unseres Schulsystems zu verbessern, muss die Wissenschaft eine zentrale Rolle spielen. Dem Beirat kommt dabei die wichtige Aufgabe zu, wissenschaftlich fundierte Impulse zu setzen“, sagt die Kultusministerin heute (1. August) anlässlich der konstituierenden Sitzung des Beirats. „Ich freue mich, dass wir für den Beirat Persönlichkeiten der Forschung und Lehre gewinnen konnten, die sich mit ihrer jeweiligen Fachexpertise bei der Umsetzung unseres Qualitätskonzepts einbringen werden“, so Eisenmann.

Ende Juni hat Kultusministerin Eisenmann angekündigt, bis zum Jahr 2019 mit dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung und dem Institut für Bildungsanalysen zwei neue Institutionen einzurichten. Diese strukturellen Änderungen sind eingebettet in ein neues Qualitätskonzept mit dem Ziel, die Leistungsfähigkeit und Qualität des Schulsystems auf lange Sicht zu verbessern. Unterrichtspraxis, Lehrerbildung und Schulberatung sollen sich künftig stärker am aktuellen Stand der Wissenschaft ausrichten. Der wissenschaftliche Beirat hat den zentralen Auftrag, seine Expertise bei der der Ausgestaltung und der Einrichtung der neuen Strukturen einzubringen sowie anschließend die laufende Arbeit des Instituts für Bildungsanalysen und des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung wissenschaftlich zu begleiten.

Die Auswahl der vier Mitglieder erfolgte unter dem Gesichtspunkt einer breiten und ausgewogenen thematischen Expertise – von der empirischen Bildungsforschung über die Themen Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie Lehrerbildung bis hin zur Wirtschafts- und Berufspädagogik. Auch die regionale Verteilung wurde bei der Auswahl bedacht – mit den Mitgliedern sind Hochschulen aus allen vier Regierungsbezirken des Landes vertreten. Ferner wird mit der Auswahl sowohl das allgemein bildende als auch das berufliche Schulwesen abgedeckt.

 

Informationen zu den Beiratsmitgliedern

Ulrich Trautwein ist Professor für Empirische Bildungsforschung an der Universität Tübingen. Nach einem Studium der Psychologie in Göttingen war er Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Trautwein forscht unter anderem zur Effektivität im Bildungssystem und wurde für seine wissenschaftlichen Arbeiten vielfach ausgezeichnet. Er gehört mehreren Expertenkommissionen und Beiräten im Bereich der Bildungsforschung an.

Anne Sliwka ist Professorin für Bildungswissenschaft an der Universität Heidelberg. Sie studierte in Bonn, Paris und Oxford und promovierte dort zum interkulturellen Transfer von Bildungskonzepten. Der internationale Vergleich von Schulsystemen und Schulentwicklung ist einer ihrer Forschungsschwerpunkte. Sliwka ist wissenschaftlicher Vorstand am Landesinstitut für Schulentwicklung.

Reinhold Nickolaus ist Professor für Berufspädagogik an der Universität Stuttgart. Nach einer Lehre und dem Elektrotechnikstudium in Mannheim und Stuttgart war er Professor für Berufspädagogik in Hannover. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Lehr-Lernforschung in der gewerblich-technischen Berufsbildung und die Lehrerausbildung für berufliche Schulen.

Timo Leuders ist Professor für Mathematik und Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Leuders hat Physik und Mathematik in Dortmund studiert, als Gymnasiallehrer unterrichtet und am nordrhein-westfälischen Kultusministerium gearbeitet. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Lehrerbildungsforschung und die Unterrichtsentwicklung im Fach Mathematik.

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