13.07.2015

Wettbewerb fördert Patenschaften zwischen Gedenkstätten und Schulen

Kultusminister Andreas Stoch: „Gedenken für das Unrecht der Vergangenheit und Aufmerksamkeit für unsere Mitmenschen in der Gegenwart sind auf das Engste miteinander verflochten.“

Kultusminister Andreas Stoch hat heute (13. Juli) die drei Gewinner des Wettbewerbs "Menschenrechte in Baden-Württemberg - Schul-Patenschaften mit Gedenkstätten nationalsozialistischen Unrechts" ausgezeichnet. „Gedenken für das Unrecht der Vergangenheit und Aufmerksamkeit für unsere Mitmenschen in der Gegenwart sind auf das Engste miteinander verflochten“, so Minister Andreas Stoch bei der Preisverleihung im Kultusministerium. Ziel des Wettbewerbs ist, das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu stärken, dass das nationalsozialistische Unrechtsregime in unmittelbarer Nachbarschaft zu den heutigen Wohnorten existierte. „Die enge Vernetzung zwischen Schulen und Gedenkstätten in Baden-Württemberg leistet hier einen wertvollen Beitrag“, erklärte Stoch. Dementsprechend wird sich Gedenkstättenpädagogik künftig verstärkt dafür engagieren, die Schülerschaft zur Recherche und Kontaktpflege vor Ort zu motivieren.

Den ersten Platz belegt das Zabergäu-Gymnasium Brackenheim für seine Patenschaft mit der KZ-Gedenkstätte Neckarelz. Die Uhlandschule, eine Förderschule in Marbach am Neckar, erreicht mit ihrer Kooperation mit dem Pädagogisch-Kulturellen Centrum Ehemalige Synagoge Freudental den zweiten Platz. Der dritte Platz geht an das Anne-Frank-Gymnasium Rheinau für die Zusammenarbeit mit der ehemaligen Synagoge Kippenheim.

„Die Patenschaften der ausgezeichneten Schulen sind Prototypen gelingender Kooperation zwischen Schule und Gedenkstätte“, lobte der Minister die Gewinner des Wettbewerbs. Als Preisgelder erhalten die drei Schulen Zuschüsse von insgesamt 20.000 Euro für eine Schülerstudienreise mit gedenkstättenpädagogischem Schwerpunkt. Der erste Preis ist dotiert mit 10.000 für eine Studienfahrt nach Frankreich, der zweite mit 6.000 Euro für eine Fahrt nach Polen, der dritte mit 4.000 Euro für eine Fahrt nach Berlin.

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