Schulleitungstag 2019
  • 08.04.2019

„Auf Augenhöhe und ehrlich“

Kultusministerien Dr. Susanne Eisenmann war heute auf dem Schulleitungstag 2019 der Gewerkschaft GEW zu Gast. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Bildungsfinanzierung – was ist Schulqualität wert?“. Ihr Besuch war intensiv und ehrlich, fasst die Kultusministerin zusammen.

Intensiv und ehrlich: So lässt sich der Besuch von Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann beim Schulleitungstag 2019 der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an diesem Montag in Stuttgart zusammenfassen. „Bildungsfinanzierung – was ist Schulqualität wert?“ fragte die GEW mit ihrem Titel der Veranstaltung. Die Kultusministerin war der Einladung wieder sehr gerne gefolgt. „Ich fand es gut, dass wir uns auf Augenhöhe und offen austauschen konnten. Ich habe wichtige Eindrücke sammeln können und freue mich, dass ich die GEW als konstruktiv-kritische Begleiterin an der Seite habe“, sagte Eisenmann nach ihrer Rückkehr ins Ministerium und fügte an: „Die Anmerkungen und Ideen der Gewerkschaft habe ich aufgenommen, und wir arbeiten ja bereits auch intensiv an Lösungsvorschlägen.“

Das merkte auch Michael Hirn, Schulleiter der Helene-Fernau-Horn-Schule Stuttgart (SBBZ), der zudem beratendes Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand der GEW Baden-Württemberg ist, in Richtung der Ministerin an: „Ich möchte Sie uneingeschränkt loben, für alles, was Sie anpacken. Da holen sie auch vieles nach, was in der Vergangenheit versäumt wurde.“ Susanne Eisenmann versteht dies aber keineswegs als Grund sich zurückzulehnen, vielmehr sieht sie die Worte von Michael Hirn als Auftrag, intensiv weiter an den Vorhaben zu arbeiten: „Mein Ziel ist es, nicht abreißen zu lassen und mit Kraft und Engagement den Weg, der die Bildung an die Veränderungen anpasst und optimiert, weiter zu gehen. Hier freue ich mich über Anregungen, wie sie von der GEW kommen. Dass wir nicht immer einer Meinung sind, liegt – erstens – in der Natur der Sache und ist – zweitens – gut, um Fortschritte zu erreichen. Die GEW kann sich sicher sein, dass ich für jede Investition an unseren Schulen kämpfen werde.“

Ein Kreislauf, der gute Bildung unbezahlbar macht

Die Kultusministerin hatte in ihrem Vortrag zuvor dargelegt, in welcher Form sich die Landesregierung und ihr Haus aus finanzieller Sicht für eine gute Bildung einsetzen: „Eine gute und umfassende Ausbildung unserer Jugendlichen ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Zukunftsgestaltung. Daher investieren wir erheblich, um die Bildungsqualität wirksam zu verbessern. Neben strukturellen Veränderungen nehmen wir bewusst die ganzheitliche Persönlichkeitsbildung und Werteerziehung unserer Schülerinnen und Schüler in den Blick.“ Denn nur durch das Zusammenwirken aller Beteiligten im Schulsystem könne man im Sinne der Kinder und Jugendlichen eine hohe Bildungsqualität erreichen.

Susanne Eisenmann erläuterte, welche Gelder flossen, fließen und fließen sollen. Im Fokus standen die Investitionen in die Lehrerversorgung, in das Qualitätskonzept und die Digitalisierung und in die Persönlichkeitsbildung der Schülerinnen und Schüler sowie ein Überblick der Investitionen von der frühkindlichen bis hin zur beruflichen Bildung in den Schularten. „Unsere Bildungsinvestitionen sichern die Zukunft unseres Landes. Es sind aus meiner Sicht wichtige erfolgsversprechende Investitionen, die direkt bei den Schülerinnen und Schülern ankommen. Denn vor allem um sie sollte es uns allen gehen“, sagte die Ministerin und beschrieb abschließend den Kreislauf, der gute Bildung unbezahlbar macht: „Wir können uns keine Bildungsverlierer für die Zukunft unseres Landes leisten. Denn nur gute Bildung eröffnet jungen Menschen wiederum gute berufliche Möglichkeiten. Gute Arbeitsmöglichkeiten und angemessen bezahlte Jobs schaffen eine hohe Kaufkraft. Dies kurbelt wiederum die Wirtschaft an, und diese kann dann wieder mehr in Bildung investieren.“

Fußleiste